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In Bernried sollen weitere Krippenplätze geschaffen werden. 

Bernried: „Krippen“-Container kommt in Pfarrgarten

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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In Bernried wohnen viele junge Familien mit kleinen Kindern. Für die Gemeinde ist das natürlich erfreulich, allerdings muss auch die Infrastruktur angepasst werden: So besteht bei der Aufstockung von Krippenplätzen dringender Handlungsbedarf. Die Gemeinde will nun als „Zwischenlösung“ einen Container aufstellen.

Bernried – „Die Kinderbetreuung ist etwas schwierig und bereitet uns Sorgen.“ Bürgermeister Josef Steigenberger ging im Bernrieder Gemeinderat bei seinem Bericht über die örtliche Kindergarten-Situation gleich in medias res. Fast 90 Prozent der Eltern würden ihre Kinder inzwischen im Alter von einem Jahr in die Krippe geben: „Da hat sich ein kompletter Wandel vollzogen“, berichtete der Rathauschef. Die Konsequenz daraus: „Wir brauchen mehr Krippenplätze.“

Derzeit stehen zwei Gruppen im Angebot. Für das neue Kindergartenjahr werden die Kapazitäten aber nicht mehr ausreichen. Derzeit gibt es 20 Anfragen, im Gegenzug werden aber nur maximal neun Plätze frei. Es muss also schnell eine dritte Gruppe her. Für den Betrieb sind mindestens 100 Quadratmeter große Räumlichkeiten erforderlich.

Um schnell eine Lösung präsentieren zu können, hat die Gemeinde die Aufstellung eines Containerbaus ins Visier genommen. Viel Möglichkeiten für dessen Standort gibt es nicht. Im Außenbereich ist das nicht erlaubt, und im Innenbereich ist man beschränkt: „Beim Betrachten der Flurkarte habe ich als einzige Möglichkeit den Pfarrgarten entdeckt“, erklärte Steigenberger im Gemeinderat: „Das wäre der beste Platz, weil er auch gegenüber dem Klosterspielplatz liegt.“ Planungsrechtlich sind wohl keine Schwierigkeiten zu erwarten. Steigenberger hat vom Kreisbaumeister bereits Zustimmung signalisiert bekommen – zumal es sich ohnehin nur um eine laut Rathauschef „auf drei bis vier Jahre befristete Lösung“ handeln soll. Auch die Kirchenverwaltung und das Pfarramt haben ihr Einverständnis gegeben. Die Gemeinde soll das Pfarrgartengrundstück demnach pachten.

Mittelfristig wird die Gemeinde mit vier Krippengruppen planen müssen. Steigenberger sprach von „verschiedenen Ideen“ für An- oder Neubauten. Zunächst aber steht das Projekt „Krippen-Container im Pfarrgarten“ im Fokus. Der Gemeinderat gab dem Bürgermeister jedenfalls einhellig grünes Licht, konkret in die Planungen einzusteigen. Steigenberger rechnet mit einer „Bearbeitungszeit“ von etwa drei Monaten.

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