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Zwischen dem denkmalgeschützten Bahnhof und dem kleinen, ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden Nebengebäude könnte in Bernried ein Neubau entstehen, in dem auch ein Café Platz finden könnte. 

Denkbar wäre ein Café im Erdgeschoss 

Mehr Leben am Bernrieder Bahnhof: Diskussionen über Neubau 

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Soll am Bahnhofsvorplatz in Bernried ein Neubau entstehen, in dem neben Wohn- und Büroräumen auch Platz für ein Café wäre? Über eine solche Voranfrage diskutierten die Mitglieder des Gemeinderats in der jüngsten Sitzung hitzig – und brachten auch eine „Belebung“ des Platzes selbst zur Sprache.

Bernried – Es handelte sich nur um eine Bauvoranfrage. Doch diese führte in der jüngstens Sitzung des Bernrieder Gemeinderats bereits zu hitzigen Diskussionen. Wie Bürgermeister Josef Steigenberger erklärte, gibt es eine Anfrage für den Neubau eines Gebäudes zwischen dem denkmalgeschützten Bahnhof und dem ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden Nebengebäude am Bahnhofsvorplatz.

Zweistöckig würde der Bau werden, mit Wohn- und Büroräumen im Obergeschoss und gewerblicher Nutzung im Erdgeschoss. Dort sei eine „pavillonartige Bebauung“ angedacht. „Das Denkmalamt stimmt zu, wenn es ein moderner, aber ruhiger Entwurf ist“, so Steigenberger. Bereits vor einem halben Jahr habe es schon einmal einen Entwurf eines anderen Architekten gegeben. Dieser habe sich letztendlich allerdings nicht realisieren lassen.

Zu bedenken gab der Bürgermeister, dass auf dem Gelände eine alte Linde stehe, die erhalten werden sollte: „Eventuell könnte man das Gebäude ein wenig nach vorne schieben.“

„Belebung“ des Bahnhofsvorplatzes: Markt konnte sich dort bislang nicht halten

Seinen Ausführungen folgten zahlreiche Wortmeldungen. Wolfgang Mutter (FDP) sprach sich in diesem Zusammenhang dafür aus, den Bahnhofsvorplatz neu zu beleben. Veronika Bischoff (ÜFW) plädierte dafür, die Linde auf jeden Fall zu erhalten. Zu einer „Belebung“ des Platzes äußerte sich auch Ingrid Klemm-Beyer. „Bevor der Platz gestaltet werden kann, braucht es dort das Gebäude mit etwas Interessantem im Erdgeschoss, wie etwa einem kleinen Café.“ Vorherige Versuche, den Platz zum Treffpunkt zu machen, beispielsweise indem dort der Wochenmarkt abgehalten wurde, seien gescheitert.

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Schließlich sprach sich die Mehrheit des Gemeinderates mit elf Stimmen zu zwei Gegenstimmen für die Anfrage aus – unter der Prämisse, dass die alte Linde erhalten bleibe. „Das weitere Vorgehen wird mit den Architekten und den Landschaftsarchitekten besprochen. Aber ich kann nicht immer nur sagen: Das machen wir nicht“, so Steigenberger.

nema

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