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In Bernied gibt es eine Jogging-Wette.

Laufen am Starnberger See

Die Wette gilt: Schaffen die Bernrieder 31 Seerunden?

  • Bernhard Jepsen
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Die Laufschuhe schnüren und Kilometer machen: Dazu sind im Juli die Bernrieder Bürger aufgerufen – und zwar im Rahmen einer Wette, die der Gemeinderat mit dem Sportverein geschlossen hat. Die Mandatsträger glauben nicht, dass die Dorfgemeinschaft binnen Monatsfrist den symbolischen Wert von 1612 Kilometern auf den Streckenzähler bringen.

Bernried – Eigentlich ist Bernried eine sehr aktive Gemeinde. Die Dorfgemeinschaft funktioniert, und das Vereinsleben ist im Vergleich zu anderen Orten als durchaus umtriebig zu bezeichnen. Doch die Corona-Krise hat auch im Klosterdorf die öffentlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten mehr oder weniger zum Erliegen gebracht. Wegen der Pandemie mussten nicht nur die jährlichen Veranstaltungsklassiker wie das Fischerstechen und das Johannifeuer, sondern auch ein Großteil der aufwendig geplanten Festivitäten zum 900-jährigen Klosterjubiläum abgesagt werden.

Die Bernrieder Wette: 1612 Kilometer an 31 Juli-Tagen

Dennoch: Bernried wäre nicht Bernried, wenn man die Situation einfach so hinnehmen würde. Aufgrund des coronabedingten Veranstaltungsmangels im Sommer 2020 hat man sich beim örtlichen Sportverein (SV) darüber Gedanken gemacht, wie man das Vereins- und Dorfleben auch in schwierigen Zeiten wieder ankurbeln kann. Wie der SV in einer Pressemitteilung schreibt, war das quasi die „Geburtsstunde“ für eine ganz besondere Challenge. Demnach wettet der Gemeinderat, dass es der SV nicht schafft, die Bernrieder Bürger dazu zu motivieren, jeden Tag im Juni umgerechnet mindestens eine Runde um den Starnberger See – also 52 Kilometer – zu joggen oder zu walken. Das heißt die Dorfgemeinschaft muss an den 31 Juli-Tagen insgesamt mindestens 1612 Kilometer per pedes zurücklegen.

Die Bernrieder Wette: Idee stammt vom Sportverein, der Gemeinderat ist Wettpate

Die Idee für die Wette stammt zwar vom SV, aber der Gemeinderat hat sich sofort als „Wettpate“ zur Verfügung gestellt. „Der SV als größter Verein im Ort zeigt mit der Aktion, dass er für die Bernrieder da ist“, freut sich Bürgermeister Georg Malterer (ÜFW) über das Engagement der Sportler.

Natürlich gibt es auch einen Wetteinsatz. Sollten die Bernrieder fleißig laufen und die Zielmarke von 31 Seerunden knacken, dann muss der Gemeinderat schwitzen. Die Mandatsträger müssen dann einen Staffellauf rund um den See absolvieren. Bleiben die Bernrieder unter dem Richtwert, dann muss die SV-Vorstandschaft die Laufschuhe schnüren.

Wettspaß unter dem Motto „Bernried bleibt aktiv!“

Der SV wirbt unter dem Motto „Bernried bleibt aktiv!“ für die Teilnahme an dem Wettspaß – und mit dem Slogan: „Es lohnt sich, die Laufschuhe zu schnüren – nicht allein, um Bürgermeister Malterer laufen zu sehen.“ Ob Bernrieds neuer Rathauschef auch im Sport Qualitäten hat? „Naja“, antwortet Malterer auf Nachfrage der Heimatzeitung schmunzelnd: „Im Vereinssport bin ich weniger aktiv. Aber ich gehe sehr viel in die Berge und fahre viel mit dem Rad.“ Und dann ist Malterer wie seine Bürgermeister-Kollegen aus Polling (Martin Pape) und Peißenberg (Frank Zellner) noch beim Luftsportverein Weilheim-Peißenberg aktiv: „Aber meine Frau sagt immer, ich solle mich mehr bewegen und weniger fliegen“, scherzt Malterer. Doch dass der Gemeinderat im Ernstfall seinen Wetteinsatz einlösen könnte, davon ist der Rathauschef überzeugt – „und wenn der Dr. Mutter mit seiner neuen Harley ein paar Meter fahren muss“.

So nimmt man an der Wette teil

An der Wette „Bernried bleibt aktiv!“ können sich die Bernrieder wie folgt beteiligen: Entweder lädt man unter dem Instagram-Hashtag #bernriedbleibtaktiv ein Foto hoch und verlinkt sich unter @sv_bernried_am_see oder man schickt ein Selfie vom Laufen und eine Angabe zur zurückgelegten Distanz an die E-Mail-Adresse bernriedbleibtaktiv@web.de. Zudem kann die Teilnahme auch ganz analog signalisiert werden, indem man einen Zettel mit Namen und Kilometerzahl in den Vereinsbriefkasten des SV Bernried an der Turnhalle einwirft. Unter den Teilnehmern werden, wie es in einer Mitteilung des Sportvereins heißt, „attraktive Preise“ verlost. Selbige werden von örtlichen Partner-Firmen gesponsert.

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