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Autor und Kunstsammler Lothar-Günther Buchheim (1918-2007) um 1980 in seinem Haus in Feldafing. 

Bernrieds „Museum der Phantasie“

Buchheim ist präsent wie nie zuvor

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Im vergangenen  Jahr feierte Bernrieds „Museum der Phantasie“ einen  Besucherrekord. Und auch heuer gibt es einen Grund zum feiern: Den 100. Geburtstag seines Gründers.    

Bernried – 2017 war für das Buchheim-Museum das erfolgreichste Jahr seit langem: Exakt 125 181 Besucher wurden vergangenes Jahr gezählt, rund 28 000 mehr als 2016. „Hundertwasser, Nolde und der ,Brückenschlag Gerlinger-Buchheim’ bescherten das beste Ergebnis seit 2002“, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Eröffnungsjahr 2001 und im Folgejahr hatte es mit jeweils über 200 000 Besuchern einen wahren Ansturm auf das Museum in Bernried gegeben. Dann ließ der Zuspruch deutlich nach. „Die Talsohle war 2013 mit 55 673 Besuchern durchschritten“, schreibt die Museumsleitung: „Dank einer neuen, lebendigen Programmpolitik und einer Öffnung des Hauses für den Leihverkehr geht es seitdem kräftig aufwärts.“

Dass dieser Trend anhält, dafür soll heuer unter anderem eine groß angelegte Retrospektive auf den Museumsgründer sorgen: Im Jahr seines 100. Geburtstags wird Lothar-Günther Buchheim (1918-2007) präsent sein wie nie zuvor. Originale Teile aus seinem inzwischen abgerissenen Wohnhaus in Feldafing, darunter ganze Räume, wurden im Museum rekonstruiert, sie sind ab kommendem Wochenende zu sehen. Am Samstag, 3. Februar, haben dazu alle Bernrieder und Feldafinger freien Eintritt.

An Buchheims 100. Geburtstag – Dienstag, 6. Februar– gilt im Museum ab 15 Uhr „freier Eintritt für alle“: Direktor Daniel J. Schreiber führt durchs „Haus Buchheim“, um 17 Uhr hält Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber einen Festvortrag, um 17.30 Uhr folgt ein „Podiumsgespräch mit Buchheim-Kennern“ wie Komponist Klaus Doldinger, Filmproduzent Günter Rohrbach und Radiomoderator Michael Skasa.

Außerdem kündigt das Museum eine „historisch-kritische biografische Ausstellung“ über Buchheim an, zu sehen ab 17. März. Ein weiteres Highlight im Jahresprogramm, das am kommenden Freitag offiziell vorgestellt wird, ist im Herbst eine umfassende Schau auf das Lebenswerk von Karl Schmidt-Rottluff.

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