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Erich Heckels „Am Waldteich“ (1911) ist eines von 104 Werken, das bereits online ist.

In Bernried

Buchheims Sammlung geht online - und zwar komplett

  • Magnus Reitinger
    vonMagnus Reitinger
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Die gesamte Sammlung des Bernrieder Buchheim-Museums ist künftig im Internet zu sehen. So etwas kann bisher kein anderes nicht-staatliches Museum bieten.

Bernried – Pechstein, Heckel, Kirchner, Nolde, Dix – und viele mehr: 104 Werke der „Sammlung Buchheim“ sind bereits seit einigen Tagen unter der Internet-Adresse sammlung.buchheimmuseum.de abrufbar. 

Weitere Werke sollen folgen

Und in den nächsten Jahren sollen noch viele weitere folgen. „Ziel ist es, die Sammlung umfassend mit ihren Werktiteln im Internet zugänglich zu machen“, heißt es in einer Mitteilung des Bernrieder Museums. Und diese Sammlung zählt insgesamt über 1000 Werke.

Viele Infos

Die „Sammlung Online“ versteht sich nicht nur als Plattform für das Fachpublikum, sondern kann „ohne Einschränkungen privat und wissenschaftlich genutzt werden“, wie betont wird. „Von der einfachen bis zur Expertensuche lassen sich Werkübersichten und detaillierte Objektdaten, Hintergrundinformationen und die Ergebnisse unserer Forschung finden“, teilt das Museum mit: „Alle Werke werden im Bild präsentiert, ohne Passepartout und oft auch von der Rückseite.“ 

Hinweise zu Herkunft

Zudem sind für jedes einzelne Objekt die genauen Beschriftungen, die jeweilige Herkunft (Provenienz), bisherige Ausstellungen sowie Literaturhinweise aufgelistet.

Antworten auf Fragen

Auch zu den verschiedenen Künstlern, zu Auftraggebern, Verlegern und Sammlern finden sich in übersichtlicher Form zahlreiche Informationen. „Jeder“, so erklärt das Museum, „findet hier Antworten auf Fragen wie: Wann hat Lothar-Günther Buchheim begonnen zu sammeln? Wer ist die verführerische Frau auf Kirchners ,Akt auf blauem Grund’? Kann ich den ,Waldteich’ von Erich Heckel sehen, wenn ich nach Bernried komme, und in welchem Saal hängt er? Wie sieht eigentlich die Rückseite der ,Weiden’ von Karl Schmidt-Rottluff aus? Wer hat den Kriegszyklus von Otto Dix veröffentlicht...?“

Forschungsprojekt ist Anlass

Anlass für die Online-Plattform ist die Halbzeit des Projektes zur Provenienzforschung am Buchheim-Museum. Die ersten beiden Jahre dieses Forschungsprojektes wurden durch das „Deutsche Zentrum Kulturgutverluste“ und die Landesstelle für die nicht-staatlichen Museen in Bayern gefördert (wir berichteten). 

Zwei Jahre Verlängerung

Nun geht es mit der Förderung des „Deutschen Zentrums Kulturgutverluste“ für weitere zwei Jahre in die Verlängerung. Ins Netz werden zunächst jene Objekte gestellt, für welche die Provenienzrecherchen für die Zeit zwischen 1933 und 1945 abgeschlossen werden konnten. „Weitere Ergebnisse“, so heißt es, „werden kontinuierlich bis zum Ende des Projektes online gestellt“.

Blick hinter Kulissen

Das Buchheim-Museum gewähre mit dieser Internet-Plattform „den Blick hinter die Kulissen, barrierefrei und weltweit zugänglich“, wie betont wird: „Das ist eine Pionierleistung für ein nicht-staatliches Museum!“

Lesen Sie auchUmzugspläne für MS Phantasie laufen.

Ebenfalls interessant: Kinder, auf ins Museum! Janosch-Sonderschau in Bernried.

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