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Bei der Eröffnung im März 2016 spielte die Seeshaupter Blaskapelle auf.

seeshaupt

Bürger-Supermarkt hat Startschwierigkeiten

Der Bürger-Supermarkt in Seeshaupt kämpft mit Startschwierigkeiten. Auch knapp ein Jahr nach seiner Eröffnung haben sich Umsatz und Gewinn trotz Sortimentserweiterung und Einsparungen nicht wie gewünscht entwickelt.

Seeshaupt – Mit Blasmusik und Frühschoppen wurde am 3. März 2016 die Einweihung des Marktes an der Bahnhofstraße in Seeshaupt groß gefeiert. Ähnliches ist auch für das Einjährige am Freitag/Samstag, 3./4. März, geplant (Programm siehe Kasten) – auch wenn nicht allen Gesellschaftern, die hinter der Idee des Dorfladens stehen, danach zumute sein dürfte. Denn die GmbH schreibt weiter rote Zahlen. Wie hoch der Verlust inzwischen ist, wollte Flemmer trotz Nachfrage nicht genau sagen. Aber das Anfangskapital von rund 112 000 Euro soll weitgehend aufgezehrt sein. Das schreibt auch die „Seeshaupter Dorfzeitung“.

Laut Flemmer indes nähert sich die GmbH der schwarzen Null. „Mit Anlaufverlusten hatten wir von Anfang an gerechnet“, sagte Flemmer. Der Trend sei eindeutig positiv, auch die Umsatzzahlen entwickelten sich positiv. Der Anteil von Stammkunden sei hoch. „Natürlich kann man nie genug Kunden haben“, so Flemmer.

Um Kosten zu sparen, haben Flemmer und Wolfgang Franz nach der Kündigung des bisherigen Geschäftsführers im Herbst 2016 ehrenamtlich die operative Leitung des Marktes mit seinen elf Teilzeitkräften und Aushilfen übernommen; Flemmer, der auch Vorsitzender des Gesellschafterrates ist, ist für den Markt, Franz für Buchhaltung und Kaufmännisches zuständig. Um den Umsatz zu steigern, wurde das Sortiment des genossenschaftlich von rund 100 Bürgern finanzierten Marktes erheblich erweitert – von anfangs 3500 auf jetzt rund 5000 Artikel. „Wir haben das Sortiment auch stetig verändert und den Kundenwünschen angepasst“, so Flemmer. Hauptlieferant sei inzwischen die Firma „Edeka“.

Bereits vor Eröffnung des Supermarktes – die Idee war im Zuge der Seeshaupter Dorfentwicklung entstanden – gab es Schwierigkeiten. Bürger hatten kritisiert, dass Flemmer, auch Makler für die Familie Frey, genau das leer stehende Gebäude an der Bahnhofstraße vermieten sollte, in das der Supermarkt einziehen sollte; gleichzeitig hatte er in dem ehrenamtlichen Gremium mitgearbeitet. Nach der organisatorischen Trennung der Themen „Supermarkt“ und „Dorfentwicklung“ war diese Kritik verstummt.

Johannes Thoma

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