Humorvoll (v.l.) Altbürgermeister Josef Steigenberger, Bürgermeister Georg Malterer, Vorsitzender vom Forum für Humor und komische Kunst Dr.Reinhard Wittmann, Künstler Peter Gaymann und , Staatsminister Bernd Sibler.
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Humorvoll (v.l.): Altbürgermeister Josef Steigenberger, Bürgermeister Georg Malterer, Reinhard G. Wittmann (Vorsitzender Forum Humor und komische Kunst), Künstler Peter Gaymann und Staatsminister Bernd Sibler.

Humorfestival Bernried ist eröffnet

Gerhard Polts Lachen im Wald

  • Bernhard Jepsen
    VonBernhard Jepsen
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Nachdem die „Zeitstrahlausstellung“ als Auftakt für die Feierlichkeiten zum 900-jährigen Klosterjubiläum diente, ist nun auch das parallel laufende „Humorfestival Bernried“ eröffnet worden. Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler kam dazu extra auf Stippvisite ins Klosterdorf. Das Ministerium unterstützt das Festival mit 18.000 Euro.

Bernried – „Der Weg ist eröffnet: Darauf ein dreifaches Ha, Ha. Ha!“ Naja, ein Weg war es eigentlich nicht, den Staatsminister Bernd Sibler zusammen mit Bürgermeister Georg Malterer und Reinhard G. Wittmann, dem Vorsitzenden des „Forums Humor und komische Kunst“, am Samstagnachmittag offiziell einweihte. Begleitet von zahlreichen Künstlern, Gemeinderäten, Vereinsvorständen, der Bernrieder Blasmusik und Gästen aus Nachbargemeinden schnitt das Trio zwar am Seeuferweg ein rotes Band durch, allerdings wurde damit der Startschuss für das „Humorfestival Bernried“ gegeben. Die Zeremonie fand in der Nähe des Dampferstegs statt. Dort befindet sich auch das erste Highlight des Humorfestivals – nämlich der „Lachwald“. In dem kleinen Gehölz hat Klanginstallateur David Berlinghof über einen Sensor abrufbare Lachstimmen von Prominenten und Bernrieder Bürgern eingespielt. An Station „1“ ist zum Beispiel das unverkennbar sarkastische Lachen von Kabarettist Gerhard Polt zu hören.

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Trotz der allgemein guten Laune: In seinem Grußwort gab Kunstminister Sibler zu, dass ihm an diesem Tage eigentlich „gar nicht zum Lachen zumute“ sei. Der Staatsminister verwies auf die vielen Toten infolge der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Man müsse deshalb einen Spagat zwischen Freude und Trauer finden. Humor habe dabei auch „therapeutische Facetten“. Gerade angesichts der Corona-Krise gehe es darum, eine „Aufbruchstimmung“ zu erzeugen. Man müsse „die Menschen wieder daran gewöhnen“, Kulturveranstaltungen zu besuchen, so Sibler. Das „Humorfestival Bernried“ sei in diesem Zusammenhang eine „wunderbare Aktion“, weil es der durch die Pandemie schwer gebeutelten Kunstszene die Möglichkeit bieten würde, sich zu präsentieren und Einnahmen zu generieren: „Die Leute wollen sich ihr Geld selber verdienen – und zwar vor Publikum“, betonte Sibler. Der Staatsminister kam natürlich nicht mit leeren Händen nach Bernried. Der Kulturfonds seines Ministeriums unterstützt das Humorfestival mit 18.000 Euro. Damit ist die Hälfte des Gesamtbudgets gedeckt. Den Rest teilen sich das „Forum Humor“ und die Gemeinde.

Bis in den September hinein werden die Besucher ein vielfältiges Programm erleben. Neben den Kabarett-Auftritten von Gerhard Polt und Martina Schwarzmann stehen unter anderem eine Leseshow von Axel Hacke und ein Solo-Konzert von Roland Hefter auf dem Programm. Für die jüngeren Festivalbesucher wird „Doctor Döblingers geschmackvolles Kasperltheater“ eine Vorstellung geben. Mit im Boot ist auch das Buchheim-Museum. Laut Wittmann ist die „Grundidee“ des Festivals, dass das Museum besser in die Gemeinde integriert wird. „Das, was im Museum steht oder hängt, soll in abgeänderter Form auch draußen zu sehen sein. Es ist der Versuch, das Ganze zu vernetzen.“ Als Plattformen dienen dazu unter anderem der „Humorparcours“, der Skulpturenpark im Klostergarten – und der „Lachwald“.

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