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Über die Einstellung eines Klimaschutzmanagers wird zurzeit in Bernried diskutiert.

Diskussion über Klimaschutzmanager

Kooperiert Bernried beim Klimaschutz mit Tutzing?

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Die mögliche Einstellung eines Klimaschutzmanagers sorgt derzeit im Bernrieder Gemeinderat für Diskussionen. Während die Bernrieder Liste (BL) die Schaffung einer Teilzeitstelle fordert, drückt die CSU auf die Bremse.

Bernried – Eigentlich war man sich im Bernrieder Gemeinderat schon ziemlich einig, dass die Einstellung eines Klimaschutzmanagers, wie von der Bernrieder Liste Mitte November in einem Antrag gefordert, Sinn haben würde. Bürgermeister Josef Steigenberger (ÜFW) sprach von einem „Kümmerer im Rathaus“ und davon, dass man die Energiewende und den Klimaschutz nicht allein dem ehrenamtlichen Arbeitskreis aufbürden könne (wir berichteten). Ende November wurde in einer internen Gesprächsrunde an einem Anforderungsprofil gefeilt. Das Ergebnis sorgte nicht bei allen Gemeinderäten für Freude – vor allem nicht bei denen der CSU-Fraktion. Ein Stellenumfang von wöchentlich 19 Stunden für einen Klimaschutzmanager, so kritisierte CSU-Fraktionschef Robert Schiebel in der jüngsten Gemeinderatssitzung, sei „völlig überdimensioniert“ und widerspreche den Richtlinien der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit. Außerdem müsse vor einer Einstellung zunächst ein genaues Aufgabengebiet umschrieben und eine Klimaschutzplanung erstellt werden. Einer Belastung des Gemeindehaushalts „im Vorhinein“ könne man nicht zustimmen.

Bernrieder Liste: „Es eilt“

Christine Philipp wiederum verwies darauf, dass man beim Klimaschutz „die Dinge nicht auf die lange Bank schieben“ dürfe: „Es eilt“, betonte die BL-Gemeinderätin. Wie die BL in ihrem Antrag zur Einstellung eines Klimaschutzmanagers ausführte, sei vor dem Hintergrund der bevorstehenden Kommunalwahl und einer damit verbundenen Periode der Einarbeitung des neuen Gemeinderats davon auszugehen, „dass die bereits jetzt in der Gemeinde und im Gemeinderat erzeugte Sensibilität Gefahr läuft, an Schwung zu verlieren“. Deshalb müsse der alte Gemeinderat sein Antragszeitfenster bis 31. März 2020 unbedingt nutzen. Dennoch: Auch im vorberatenden Hauptausschuss wurden bezüglich einer allein auf Bernried fokussierten Teilzeitstelle kritische Stimmen laut, wie Steigenberger im Gemeinderat berichtete: „Da ist es schwierig, jemanden Qualifizierten zu bekommen“, erklärte der Rathauschef. Sinnvoll wäre es stattdessen, auszuloten, ob man in puncto „Klimaschutzmanager“ nicht mit einer Nachbargemeinde kooperieren könne. „Tutzing wäre da ein geeigneter Partner“, meinte Steigenberger.

Tutzinger Bürgermeisterin „angetan von der Idee“

Gespräche mit seiner Tutzinger Amtskollegin Marlene Greinwald (Freie Wähler) hat der Bernrieder Rathauschef bereits geführt. „Sie war sehr angetan von der Idee.“ Mit Tutzing und Bernried würde der Klimaschutzmanager dann ein Einzugsgebiet mit insgesamt rund 12 000 Einwohnern bearbeiten – und das in Vollzeit: „Wir hätten dann das Problem behoben, dass sich ein Qualifizierter auf eine Teilzeitstelle bewerben müsste“, konstatierte Steigenberger. Die Kooperation mit einer Nachbargemeinde wäre auch eine Variante, die sich die CSU grundsätzlich vorstellen könnte. Entschieden wurde im Gemeinderat aber noch nichts. Die Rathausverwaltung wurde angewiesen, weitere Gespräche mit den Tutzinger Kollegen zu führen.

Auf Landkreisebene – auch dort soll ein Klimaschutzmanager eingestellt werden - will Steigenberger die Thematik übrigens nicht heben: „Darauf sollten wir nicht warten. Es wäre schon gut, wenn wir das interkommunal regeln könnten.“

Lesen Sie auch: Bernrieder Grüne küren Bürgermeister-Kandidaten

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