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Günstigere Tickets, bessere Taktung: Das versprechen sich viele Menschen im Landkreis von einem möglichen Beitritt zum MVV. 

Debatte im Kreistag 

Gibt der Landkreis Weilheim-Schongau jetzt Vollgas in Richtung MVV?

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Die Aufnahme der Haltepunkte in Penzberg, Iffeldorf, Seeshaupt und Bernried ins MVV-Tarifgebiet wird keinesfalls zum Fahrplanwechsel am Jahresende erfolgen. Vom Tisch ist das Thema dessen ungeachtet nicht – ganz im Gegenteil.

Landkreis – Es gehört zu den wohl ungeschriebenen Gesetzen des Kreistags, dass das Thema „MVV-Beitritt“ nur dann zur Sprache kommen, wenn die Kreisräte explizit danach fragen. Gestern war es an Klaus Breil (FDP/Bernried), unter dem Tagesordnungspunkt „Allgemeine Informationen“ das Thema aufs Tapet zu bringen. Er kündigte an, die Initiative der Bürger für den Landkreis (BfL) zu unterstützen. Diese hatten gefordert, die Haltepunkte in Penzberg, Iffeldorf, Seeshaupt und Bernried schnellstmöglich dem MVV-Tarifgebiet anzuschließen.

„Ich schließe mich diesem Antrag an“, verkündete Breil. Allerdings formulierte er einen weitergehenden Antrag: „Auch der Bahnhof Weilheim sollte zum MVV-Tarifgebiet gehören“, so seine Forderung. Und das so schnell wie möglich, „idealerweise bereits zum nächsten Fahrplanwechsel im Winter“.

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Da musste Landrätin Andrea Jochner-Weiß dann doch schmunzeln. „Das wird keinesfalls etwas“, sagte sie. Und Jochner-Weiß, die sich ansonsten in Sachen MVV-Beitritt regelmäßig in vielsagendes Schweigen hüllt, wusste zu berichten, dass der Landkreis in der Sache des BfL-Antrags tatsächlich bereits aktiv geworden ist. Es habe bereits Gespräche auf Regierungsebene zu dem Thema gegeben, erzählte Jochner-Weiß.

Absage der Regierung an „isolierte Integration einzelner Gemeinden“

Dabei sei den Vertretern des Landkreises Weilheim-Schongau allerdings unmissverständlich klar gemacht worden, dass es „eine isolierte Integration einzelner Gemeinden oder Haltepunkte nicht geben wird“. Man habe ihr in München deutlich zu verstehen gegeben, dass keinerlei Erweiterung des MVV-Gebietes erfolgen werde, solange eine entsprechende Grundlagenstudie nicht vorliegen würde.

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Diese Studie, die unter anderem den Beitritt der Landkreise Miesbach, des Altlandkreises Bad Tölz (Wolfratshausen ist bereits Mitglied), sowie der Landkreise Landsberg und Weilheim-Schongau zum MVV untersuchen soll, wird erarbeitet. Darauf hatten sich die Landräte vor einigen Monaten verständigt (wir berichteten). Allerdings sei noch nicht einmal die Ausschreibung erfolgt, mit der die Planer für die Studie gesucht werden sollen, so Jochner-Weiß.

Mit anderen Worten: Das kann noch eine ganze Weile dauern. Die Landrätin verwies am Freitag im Kreistag auch darauf, dass „die Erstellung dieser Studie mit einem erheblichen Finanzaufwand verbunden ist“. Allerdings übernehme der Freistaat 85 Prozent der Kosten.

Betroffene Kommunen sollen sich zum Vorhaben bekennen

Ansonsten pflichtete Jochner-Weiß Kreisrat Klaus Breil bei, dass „wir auf alle Fälle auch die Strecke Tutzing-Weilheim genau untersuchen sollten, wenn es darum geht, einige Bahnhöfe an das MVV-Tarifgebiet anzuschließen“. Der ursprüngliche Initiator Wolfgang Sacher (BfL/Penzberg) kündigte in diesem Zusammenhang an, dass die betroffenen Kommunalparlamente entlang besagter Strecke Grundsatzbeschlüsse zum MVV-Beitritt fassen sollen, „damit der Landkreis in den Verhandlungen etwas in der Hand hat“. In Penzberg stand das Thema bereits auf der Tagesordnung, wurde aber auf den September vertagt.

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