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Noch eingerüstet: das Restaurantgebäude des „Marina“, das aufwändig umgebaut und saniert wird.

Hebauf bei Seerestaurant in Bernried 

„Marina“ mit neuem Look

Das Restaurant-Gebäude des Hotels „Marina“ in Bernried wird groß umgebaut. Jetzt wurde Hebauf gefeiert.

Bernried – Es war in die Jahre gekommen, das direkt am Ufer des Starnberger Sees gelegene „Marina“-Seerestaurant. Über die baulichen Schwächen der 1970er-Jahre-Architektur konnte auch die traumhafte Lage oberhalb des Bernrieder Yachthafens nicht mehr hinwegtäuschen. Statt einer bloßen Sanierung der Gebäudetechnik entschied sich Eigentümer Lorenz Michael Mayr für die große Umbaulösung. Nach halbjähriger Bauzeit wurde nun im „Marina“ Hebauf gefeiert.

Mayr ließ sich nicht lumpen. Rund 300 Gäste wurden zur Hebauf-Feier eingeladen und mit deftig-bayerischer Brotzeit verköstigt. Platz genug bietet das „Marina“-Restaurantgebäude inzwischen: Architekt Benedikt Sunder-Plassmann hat unter anderem eine 300 Quadratmeter große und flexibel abtrennbare Eventfläche geschaffen, die dank ihrer fast vollständigen Verglasung einen herrlichen Blick auf den Starnberger See bietet.

Laut „Marina“-Hoteldirektorin Daniela Schulze ergeben sich durch den Umbau und vor allem durch den großzügigen Veranstaltungssaal „Riesenoptionen“ und „neue Dimensionen“ für den Gastronomiebetrieb. Künftig könnten Events jeglicher Art im „Marina“ stattfinden, angefangen von Eigenveranstaltungen über Symposien bis hin zu Konzerten und Hochzeiten. Herzstück des transparent und mit zahlreichen Sichtachsen zum See ausgerichteten Gebäudes bleibt aber nach wie vor das Seerestaurant im Mittelgeschoss mit 80 Plätzen und seiner neu gestalteten Außenterrasse (120 Plätze). Hinzu kommen das Abendrestaurant und die neue „Marina Lake Lounge & Bar“ für „chillige Abende“, wie es von Seiten der „Marina“-Führung heißt. Das Seerestaurant wurde zunächst wieder für Hotelkunden geöffnet, inzwischen kann es auch von Tagesgästen wieder besucht werden. Lorenz Michael Mayr sprach beim Richtfest von einem „etappenweisen Soft-Opening“. Ende Juni sollen die Handwerker dann ihr Werk vollendet haben, so dass am 9. Juli das „Grand-Opening“ mit einem „Tag der offenen Tür“ stattfinden kann. 

Obwohl noch Baustelle, wurde das neue „Marina“-Restaurant bei der Hebauf-Feier von den geladenen Ehrengästen durchweg gelobt: „Das Gebäude vermittelt schon jetzt den Eindruck, dass es den Gästen weder an Luxus noch am Notwendigsten fehlen wird“, schwärmte Landrätin Jochner-Weiß. Bernrieds Bürgermeister Josef Steigenberger würdigte wiederum den „Mut des Bauherrn“. Das Marina sei schließlich „keine gewöhnliche Baustelle“.

Der Rathauschef spielte dabei auf den sensiblen Standort an der Landschaftsschutzgebietsgrenze an. Planungsrechtlich mussten diesbezüglich einige Hürde genommen werden. Steigenberger verwies zudem auf den finanziellen Aufwand: „Man kann vermuten, dass das einiges an Geld gekostet hat.“ Damit lag der Rathauschef richtig. Genau gesagt sind es drei Millionen Euro, die unter anderem über einen Kredit bei der LfA-Förderbank finanziert werden. „Wir machen den Betrieb nicht zum Spaß. Sinn und Zweck ist es, dass sich die Leute dran erfreuen. Das ist kein wirklicher Privatbau“, betonte Mayr im Gespräch mit der Heimatzeitung die Rolle als „Gastgeber“. Natürlich habe er ob der Planungen „ein paar schlaflose Nächte gehabt“, allerdings sei die Erweiterung und Modernisierung des Restaurants notwendig gewesen: „Man muss sich am Markt orientieren und attraktiv bleiben. Wir müssen unsere Fans finden“, so Mayr.

Bernhard Jepsen

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