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Franz Eder kandidiert in Bernried.

Gemeinsam mit der „Bernrieder Liste“

Bernrieder Grüne küren Bürgermeister-Kandidaten

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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Bernried: „Bündnis 90/Die Grünen“ nehmen mit der „Bernrieder Liste“ bei der Kommunalwahl 2020 den Chefsessel im Rathaus ins Visier. Franz Eder wird sich bei der Wahl um die Nachfolge von Josef Steigenberger bewerben.

Bernried – Seitdem klar ist, dass Josef Steigenberger nach 18 Jahren bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr für das Bürgermeisteramt kandidiert, wird im Klosterdorf eifrig spekuliert, wer dessen Nachfolger werden könnte. Immer wieder wird der Name des dritten Bürgermeisters, Georg Malterer, genannt. Der promovierte Diplom-Biologe soll das Bürgermeisteramt für die Überparteiliche Freie Wählergruppe verteidigen. Doch ein Selbstläufer wird das für die ÜFW nicht.

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Die CSU wird dem Vernehmen nach ebenfalls einen Kandidaten präsentieren – und für das Wahlbündnis „Bernrieder Liste/Die Grünen“ hat nun Franz Eder seinen Hut in den Ring geworfen: „Jetzt ist die Zeit zum Handeln – für eine gute Zukunft in einer intakten Umwelt und einem guten sozialen Miteinander“, wird der fünffache Familienvater in einer Pressemitteilung zitiert. Eder ist kommunalpolitisch kein unbeschriebenes Blatt. Der 60-Jährige hat sich bereits in den Jahren 2008 bis 2014 als Gemeinderat der „Bernrieder Liste“ für grüne Themen stark gemacht.

Nun nimmt Eder Anlauf auf das Bürgermeisteramt: „Viele Bernriederinnen und Bernrieder haben mich zu dieser Kandidatur ermutigt.“ Bündnis 90/Die Grünen schneiden bei Bundes- und Landtagswahlen im Klosterdorf überdurchschnittlich gut ab. Für Umweltthemen gibt es ein beachtliches Wählerpotenzial. Das will Eder inhaltlich bedienen.

Klimaschutz und bezahlbarer Wohnraum sind Eder wichtig

Sein Fokus liegt auf einer klimafreundlichen und nachhaltigen Dorfentwicklung: „Wir müssen das Zukunftsbild glaubhaft weiterentwickeln und den Willen der Bürger, wo immer möglich, umsetzen“, lautet sein Credo. Unter kommunalem Klimaschutz versteht Eder den „konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien“. Auch der Artenschutz müsse auf gemeindlicher Ebene eine wichtige Rolle spielen. Ebenso will der gelernte Kfz-Mechaniker und Absolvent eines Landwirtschaftsstudiums sozialpolitische Akzente setzen.

Auf Eders Agenda steht die Schaffung bezahlbaren Wohnraums – unter anderem durch alternative Wohn- und Lebensformen in nachhaltig errichteten Gebäuden: „Jung und Alt müssen sich in Zukunft Bernried noch leisten können“, so Eder.

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