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Ein neuer Radweg zwischen Bernried und Unterzeismering soll bewirken, dass weniger Radfahrer auf der Staatsstraße fahren, wo bereits schwere Unfälle passiert sind. 

Gemeinde will Geld sparen

Kunstgriff zur Finanzierung eines Radwegs bei Bernried

Die Gemeinde Bernried wird einen Kunstgriff anwenden, um in Richtung Unterzeismering einen Radweg aufschütten zu können und dafür Geld vom Freistaat zu bekommen.

Bernried– Von Bernried nach Unterzeismering oder umgekehrt zu radeln, ist zumindest zwischen der Klinik Höhenried und dem Rötlbach kein übermäßiges Vergnügen. Statt die Allee-Passage über den holprigen, engen und damit unfallträchtigen Höhenrieder Weg zu nehmen, weichen viele Radfahrer auf die viel befahrene Staatsstraße 2063 aus – was in puncto Verkehrssicherheit noch weniger optimal ist: In den vergangenen Jahren hat es auf der Staatsstraße bereits mehrere schwere Unfälle gegeben, in die Radfahrer involviert waren. Die Gemeinde Bernried bemüht sich deshalb schon seit längerem, östlich der Allee einen Radweg aufzuschütten. Im Gegensatz zur westlichen Seite können dort keine Bäume beschädigt werden, weil ein neben der Allee verlaufender Graben das Wurzelwerk nach unten drückt. Bautechnisch wäre das Projekt – geplant ist eine wassergebundene Deckschicht – also jederzeit umsetzbar. Bislang gab es jedoch mit der Finanzierung respektive mit der staatlichen Bezuschussung Probleme.

Die Radwegaufschüttung an der Allee würde etwa 70 000 Euro kosten. Das ist zu wenig, um Mittel aus dem Förderprogramm abzugreifen, das für ein Radwegenetz rund um den Starnberger See aufgelegt wurde. Die Untergrenze würde bei 100 000 Euro liegen.

Wie Bürgermeister Josef Steigenberger in der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte, wird sich die Gemeinde nun mit einem Kunstgriff behelfen. Zu dem Projekt am Höhenrieder Weg sollen auch andere Radwegteilstücke auf Bernrieder Flur überholt und saniert werden. „Damit müssten wir über das Limit kommen. Das Ganze ist bereits grob mit der Regierung von Oberbayern abgestimmt“, erklärte der Rathauschef.

Der positive Effekt, den das Prozedere für die Gemeinde mit sich bringt: Statt 70 000 Euro würde man dann mittels der Förderung nur noch 50 000 Euro bezahlen.

Bernhard Jepsen

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