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Eine Mutter hat vor dem Landgericht München gestanden, regelmäßig mit ihrer Tochter gekifft zu haben.

Angeklagte soll auch über WhatsApp gedealt haben

Mutter versorgte ihre Tochter (15) mit Drogen - das ist ihre Begründung - Polizist nennt Details

Eine Mutter hat gestanden, ihre 15-jährige Tochter und deren Freund mit Drogen versorgt und mit beiden gekifft zu haben. Das ist ihre Begründung.

Update, Dienstag, 17 Uhr 

Bernried/München - Die angeklagte 58-Jährige gestand zwar, ihrer 15-jährigen Tochter und deren Freund Hasch und Marihuana besorgt zu haben, ließ über ihren Anwalt allerdings mitteilen, dass der Zeitraum wesentlich kürzer gewesen sei als in der Anklageschrift angegeben.

Am Dienstag sagte ein Polizist als Zeuge aus, der vom Verhör des Freundes der Tochter berichtete. Nach dessen Aussage habe sich dieser eine Beziehung mit der Tochter der Angeklagten gewünscht, weshalb er bei ihr zuhause war. Dort habe er auch ihre Mutter kennengelernt. Die beiden haben ihn dazu eingeladen, mit ihnen zu kiffen. Später habe er mehrmals Drogen von der Angeklagten gekauft und auch kleinere Mengen von ihr geschenkt bekommen.

Die 58-Jährige steht auch unter dem Verdacht, noch weitere Drogen verkauft zu haben. Den Handel soll sie über WhatsApp unter dem Codewort „Die Wiesen sind wieder grün.“ organisiert haben. Das Urteil wird für nächste Woche Donnerstag, 13. September, erwartet.

Erstmeldung

Eine 58-Jährige Mutter hat vor dem Landgericht München gestanden, dass sie ihre minderjährige Tochter und deren Freund regelmäßig mit Hasch und Marihuana versorgt hat. Außerdem habe sie zusammen mit ihnen gekifft. 

Als Grund für ihre Tat hat die 58-Jährige angegeben, dass sie die beiden Jugendlichen so vor harten Drogen schützen wollte. Ihr sei es lieber, dass die beiden in ihrer Anwesenheit weiche Drogen nehmen statt unbeaufsichtigt härtere Substanzen wie Ecstasy und Heroin. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau aus Bernried am Starnberger See außerdem vor, Drogen verkauft zu haben.

dpa/lby

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