Wer erkennt sich wieder? Die Aufnahme mit Bürgermeister Walter Eberl und Kindergartenkindern stammt von 1979.

„Bernrieder Bilderbogen“

Ortsgeschichte auf 160 Fotos

Bernried - Der „Bernrieder Bilderbogen“ wird neu aufgelegt. Er umfasst 21 Themenbereiche rund um die dörfliche Chronik.

Bilder sagen manchmal ja bekanntlich mehr als tausend Worte – und vermutlich ist der „Bernrieder Bilderbogen“ mit dem Untertitel „Bilder erzählen Geschichte“ gerade deshalb so interessant und beliebt. Das zuletzt 1997 mit 1000 Exemplaren erschienene Werk ist längst vergriffen. Doch nun gibt es Nachschub: Gemeindearchivarin Dr. Walburga Scherbaum hat zusammen mit Helmut Hubl und Inge Beger in mühevoller Kleinarbeit eine aktualisierte Neuausgabe gestaltet.

„Meinen Sie jetzt Stunden oder Jahre?“, antwortet Scherbaum schmunzelnd mit einer Gegenfrage, als sie von der Heimatzeitung auf den zeitlichen Aufwand angesprochen wird, den das Archiv-Trio in die Fortschreibung des Bildbands gesteckt hat. Drei Jahre lang hat es letztlich gedauert, bis die Fotorecherchen abgeschlossen, die Bildauswahl getroffen und die Erklärungstexte geschrieben waren. Herausgekommen ist ein Werk mit 96 Seiten, das in 21 Themenbereiche (Rathaus, Sommerkeller, Kloster, Buchheim-Museum, Ortsteile, etc.) gegliedert ist.

Unter anderem finden sich darin Bilder vom Schlossbau in Höhenried (1938), von der Postvilla als Lazarett im 1. Weltkrieg, vom Bahnhof (1938) und von Altbürgermeister Walter Eberl mit Kindergartenkindern (1979). Die insgesamt rund 160 Fotos stammen überwiegend aus dem Gemeindearchiv oder aus privater Hand. Zum Teil mussten die Bildrechte erst erworben werden – was finanziell jedoch kein großer Aufwand war, wie Bürgermeister Josef Steigenberger in der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete: „Wir mussten nur zusagen, dass wir die Bilder nicht kommerziell verwenden.“ Soll heißen: Den Bilderbogen wird es nicht in einer Buchhandlung, sondern lediglich über die Gemeinde im Rathaus zu kaufen geben.

Erscheinungstermin vor Weihnachten?

Der Preis ist laut Steigenberger „noch nicht festgelegt“, wahrscheinlich wird er aber pro Exemplar um die 15 Euro liegen. Insgesamt lässt sich die Gemeinde das Projekt „Bilderbogen“ rund 18 000 Euro kosten. Druck und Layout für die Neuauflage (1500 Stück) wurden an den „Geigerverlag“ in Horb am Neckar vergeben.

Wenn möglich soll der neue „Bernnrieder Bilderbogen“ noch vor Weihnachten erscheinen: „Vielleicht bekommen wir es rechtzeitig hin. Das wäre nämlich ein wunderbares Geschenk für den Gabentisch“, so Steigenberger bei der Gemeinderatssitzung.

Bernhard Jepsen

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