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Beliebte Abkürzung, aber ohne Frostschutz: Die Straße Richtung Bernrieder Weiher muss saniert werden. Das Foto zeigt allerdings nicht genau den Abschnitt, auf dem die Fahrbahn tatsächlich repariert wird.

Sanierung der Straße nach Nußberg

Vollausbau rentiert sich

Bernried - Der Gemeinderat Bernried plädierte für eine umfangreiche Sanierung der Straße nach Nußberg. Der kommt letztlich günstiger als eine einfache Reparatur.

Im laufenden Kommunalhaushalt hatte die Kommune Bernried einen Betrag in Höhe von 100 000 Euro für die Sanierung der Gemeindestraße nach Nußberg einkalkuliert. Der Betrag wurde jedoch lediglich als „Vorsorgeposten“ interpretiert – und das aus gutem Grund, wie sich inzwischen gezeigt hat.

Eine Bodenuntersuchung hat ergeben, dass die bei Autofahrern beliebte Abkürzungsstrecke von der Staatsstraße 2063 Richtung Bernrieder Weiher über keine taugliche Frostschutzschicht verfügt. Um den Untergrund zu präparieren und dauerhaft vor Schäden zu schützen, müsste der Fahrbahnboden um einen Meter abgetragen und mit neuem Material aufgefüllt werden. Das ist nicht nur aufwendig, sondern auch ziemlich teuer: Der Vollausbau würde mit rund 530.000 Euro zu Buche schlagen.

Dennoch: In einer Art „Grundsatzentscheidung“ plädierte der Bernrieder Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für den teuren Vollausbau. „Es bringt nichts, wenn wir für 75.000 Euro nur etwas über die Fahrbahn schmieren. Dann haben wir nach zwei Jahren wieder die gleichen Löcher“, argumentierte Bürgermeister Josef Steigenberger. Zur Debatte standen noch weitere Teilausbau-Varianten (zwischen 260.000 und 460.000 Euro), doch die würden für die Gemeinde unter dem Strich sogar noch teurer. Der Grund: Nur für den „Vollausbau“ gibt es staatliche Zuschüsse – und zwar in Höhe von 40 Prozent der anfallenden Kosten. Die Sanierungsarbeiten sollen 2017 über die Bühne gehen.

Ganz in trockenen Tüchern ist das Projekt allerdings noch nicht. Das Problem: Der Gemeinde gehört entlang der Straße nur ein drei Meter breiter Streifen. Im Gegensatz zu einfachen Asphaltierungsarbeiten müssen die Grundeigentümer einem „Vollausbau“ auf einer Breite von 4,50 Metern erst zustimmen. Auch muss im Übergangsbereich zwischen Bernrieder und Seeshaupter Flur (dort ist die Straße bereits ausgebaut) der Damm zum Bernrieder Weiher mitbefestigt werden: „Das alles müssen wir jetzt mit den Anliegern diskutieren“, kündigte Steigenberger an.

Bernhard Jepsen

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