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Treue Mitglieder des SV Bernried wurden geehrt: (vorn v.l.) Josef Meindl, Walter Eberl sen.,  Ulrich Sedlmaier,  Rene Bergeaud und Johannes Rebasch, (hinten v.l.)  Michael Kröninger, Andrea Hoiss, Hermine Hitzler, Claudia Nötting und Professor Gernot Klein.

SV Bernried deckt laufende Kosten

Ein Soli für die Turnhalle

Der SV Bernried ist mit der neuen Sporthalle sehr zufrieden.  Zur Deckung der laufenden Kosten  zahlen erwachsene Mitglieder  einen Euro im Monat, Kinder die Hälfte. 

Bernried – Nach Jahrzehnten des Wartens nutzt der SV Bernried seit rund zwei Monaten die neue Turnhalle. Die Mitglieder sind hochzufrieden, es gibt kaum mehr freie Zeiten. Um den Betrieb zu finanzieren, hat sich der Verein bei der Mitgliederversammlung nun entschlossen, eine Art „Turnhallen-Soli“ einzuführen: Jedes erwachsene Mitglied zahlt einen Euro im Monat zur Finanzierung der Betriebskosten, Kinder die Hälfte, um Familien zu entlasten. Diesen Beschluss für den „Hallen-Euro“ fassten die Mitglieder nach einer Diskussion – bei einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen. Da der Verein rund 700 Mitglieder hat, dürften so laut Pressemitteilung rund 8000 Euro pro Jahr zusammenkommen.

Laut SVB-Vorsitzendem Michael Kröninger liegen die Betriebskosten für die energieverbrauchsarme Halle voraussichtlich bei rund 10.000 Euro im Jahr, prognostiziert waren rund 15 000 Euro. Der SVB zahlt maximal 6000 Euro pro Jahr, die Gemeinde den Rest bis zu einer Obergrenze von 15.000 Euro. Wird es teurer, muss eine neue Regelung gefunden werden, so die Vereinbarung zwischen dem Sportverein und der Gemeinde.

Zu Beginn seines Jahresrückblicks hatte Kröninger die aktuellen Kosten für die Sporthalle präsentiert: Mit 2,77 Millionen sei eine Kostensteigerung von 14 Prozent gegenüber dem Kostenvoranschlag zu verzeichnen. Womit alle Beteiligten angesichts deutlicher Baukostensteigerungen in der aktuellen Boomphase durchaus zufrieden waren, so die Pressemitteilung. Zudem hat der SVB die Zuschüsse von der Regierung und dem BLSV bereits bekommen, obwohl längere Wartezeiten angekündigt worden waren. Für heuer seien noch weitere Eigenleistungen im Außenbereich nötig, für die die Hilfe der Mitglieder gebraucht werde, so der Vorsitzende. Beim Bau leisteten die Mitglieder bereits rund 1500 ehrenamtliche Arbeitsstunden.

Kröninger sprach auch über die Papiersammlung, für den Verein eine wichtige Einnahmequelle. Diese soll künftig mangels Beteiligung der Mitglieder vom Umfang her reduziert werden – dieses Problem gibt es auch in anderen Orten des Landkreises.

Kassierin Monika Schiebel vermeldete ein Jahresminus von über 12.000 Euro. Das sei angesichts zusätzlicher Ausgaben für den Hallenbau von über 20.000 Euro durchaus vertretbar, hieß es.

Bei der Versammlung ergriff auch Bernrieds Bürgermeister Josef Steigenberger das Wort und lobte „das hohe Engagement Kröningers und die Eigenleistung der Vereinsmitglieder“ im vergangenen Jahr. Dieser Einsatz sei auch im kommenden Jahr unverzichtbar, so der Bürgermeister.

Ehrungen:

Für langjährige Mitgliedschaft wurden zudem neun Mitglieder bei der Versammlung im Sportheim geehrt. Für 15 Jahre (Ehrennadel in Bronze): Hermine Hitzler-Alimoradian; 25 Jahre (Ehrennadel in Silber): Andrea Hoiss, Prof. Gernot Klein und Claudia Nötting; 40 Jahre (Ehrennadel in Gold): René Bergeaud, Josef Meindl und Johann Rebasch; 50 Jahre (Ehrenurkunde): Walter Eberl sen.; 60 Jahre (Präsentkorb): Ulrich Sedlmaier.

Johannes Thoma

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