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Die Stadtkapelle Weilheim marschiert beim Trachten- und Schützenzug mit – so wie hier im Jahr 2010.

Bei Trachten- und Musikvereinen aus dem Landkreis nachgefragt

Terrorangst auf Oktoberfest: Das sagen die Vereine

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Landkreis - Aus Angst vor einem Terroranschlag macht der Bernrieder Trachtenverein beim Oktoberfest-Umzug heuer nicht mit. Was die anderen Trachten- und Musikvereine sagen:

Der Trachten- und Schützenzug ist einer der Höhepunkte des Münchener Oktoberfestes. Am Sonntag, 18. September, marschieren unter 9000 Mitwirkenden acht Gruppen aus dem Landkreis von 10 bis 12 Uhr von der Maximilianstraße bis zur Theresienwiese. Angemeldet waren auch die Bernrieder Trachtler, doch die zogen ihre Teilnahme wegen der Terror-Angst zurück – statt der geplanten 65 Personen wollten laut Vereinschef Hannes Düker nur drei Trachtler mitmachen (wir berichteten). Bis gestern hatte neben den Bernriedern noch eine Tanz- und Trachtengruppe aus Loshausen/Hessen beim verantwortlichen Festring abgesagt.

Die anderen Vereine aus dem Landkreis lassen sich die Wiesn-Tradition jedoch nicht nehmen. „Stand jetzt nehmen wir teil“, sagt Rainer Heinl, Vorsitzender der Stadtkapelle Weilheim. „Wir sind alle dabei. Wegen der Sicherheit hat keiner abgesagt.“ Die Musiker marschierten zuletzt 2013 mit. Heuer plant der Vorstand mit rund 50 Mitwirkenden. Die Sicherheitslage, gerade nach dem Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum, wurde im Verein „kurz angerissen“, sagt Heinl – war dann aber „kein großes Thema“ mehr.

Das war bei Rudi Hochenauer, Vorsitzendem des Peißenberger Knappenvereins, etwas anders. Der Verein hält an seiner Teilnahme fest, aber „einzelne wollen nicht mitgehen“, räumt Hochenauer ein. Am Freitag ist bei ihm Meldeschluss. Er rechnet mit rund 80 Mitwirkenden, dazu 20 Freunde aus Burgberg/Allgäu. Musikalisch begleitet werden die Peißenberger von den Knappschaftskapellen Hohenpeißenberg und Peiting – von denen hatte Hochenauer bis gestern nichts Gegenteiliges vernommen. Für den Vereinschef ist der München-Auftritt überhaupt keine Frage. „Absolute Sicherheit gibt es nicht.“ Und überhaupt: „Wenn jeder absagt, können wir zusammenpacken.“ Schließlich würden die Knappen in München das Brauchtum vertreten. „Wir repräsentieren den Pfaffenwinkel.“ So wie zuletzt 2013.

Im Schongauer Land bleiben sie ebenso der Oktoberfest-Tradition treu und lassen sich nicht verunsichern. „Wir sind hart im Nehmen“, sagt Michael Völk, zweiter Vorsitzender der Schongauer Stadtkapelle. Die Teilnahme am Umzug zurückzuziehen, „war bei uns nie ein Thema“. Auch die „Schloßbergler“-Trachtler sind noch mit von der Partie. Genauso sieht es bei der Trachten- und Knappschaftskapelle und dem Trommlerzug Peiting aus. „Stand jetzt nehmen wir teil“, sagt Robert Turansky vom Trommlerzug. Zumindest einige Diskussionen hat es bei der Böbinger Blaskapelle gegeben. „Es ist schon immer eine große Freude, beim Wiesnumzug dabei zu sein. Und wenn man einmal Nein sagt, ist man ja für immer und ewig draußen“, so Vorsitzender Franz Hückl. Trotzdem seien einige Bedenken geäußert worden. „Aber wir nehmen teil.“

In Peißenberg hat Knappenvereinschef Hochenauer andere Sorgen: Viele seiner Mitglieder sind älter, oft über 80 Jahre. „Ich habe Sorge, dass sie die sechs oder sieben Kilometer Fußmarsch und das Warten nicht schaffen.“

Die Teilnehmer

Stadtkapelle Weilheim, Heimat- und Trachtenverein Weilheim, Trommlerzug Peiting, Knappschaftskapellen Hohenpeißenberg und Peiting, Blaskapelle Böbing, Stadtkapelle Schongau und Gebirgstrachtenverein „Schloßbergler“ Schongau.

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