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Jetzt geht’s los! Beim Spatenstich (von links): Gerd Schramm, Robert Schiebel, Josef Steigenberger, Clarissa Beyerbach (Gemeinderätin und SV Bernried ) und weitere Beteiligte mit Altbürgermeister Walter Eberl (7. von rechts) sowie Michael Krönninger (ab Vierter von rechts), Annamaria Groß, Alexander Pfletscher und Franz Mayr. 

Turnhallenbau in Bernried

„Ein denkwürdiger Tag“

Bernried - Das  Langzeitprojekt „Turnhallenbau“ in Bernried ist offiziell gestartet. Die  Fertigstellung ist für Januar 2017 geplant.

Was lange währt, wird endlich gut: Gestern Vormittag fiel am Bernrieder Sportplatzgelände der offizielle Startschuss für den 2,4-Millionen Euro teuren Turnhallenbau. Kommunalpolitiker, Planer und Vertreter des Sportvereins Bernried versammelten sich frohgelaunt zum symbolischen Spatenstich. Die Freude war verständlich: Mit dem Turnhallenbau geht im Klosterdorf ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Die ersten Plandiskussionen für das Projekt hatte es bereits 1972 gegeben.

Franz Mayr, der Vorsitzende der „Fördergemeinschaft Turnhalle Bernried e.V.“, sprach beim Spatenstich von einem „denkwürdigen Tag“, und für Gerd Schramm war die symbolische Zeremonie „ein ganz bewegender Moment“: „Wir haben über 40 Jahre für die Turnhalle gekämpft“, erinnerte der ehemalige Vorsitzende des SV Bernried an die lange Vorlaufzeit. Finanziell war das Großprojekt für den kleinen Verein einfach nicht zu stemmen. Der Bau wurde immer wieder verschoben, auch gab es stetige Planänderungen, unter anderem hatte man das Plateau am jetzigen Rathaus als Standort im Auge.

Erst ab 2002 nahm man wieder das Sportplatzgelände ins Visier – und nun haben die Rahmenbedingungen endlich gepasst: Die Gemeinde stieg nicht nur finanziell ein, sondern ist neben dem SV auch Bauträger beim Projekt. Damit fließen Zuschussmittel sowohl aus der Breitensport- als auch aus der Schulsportförderung. „Die Freude ist groß“, sagte Bürgermeister Josef Steigenberger in seiner kurzen Ansprache: „Ich werde bald 60 Jahre alt. Als die Diskussion zur Turnhalle so richtig losging, war ich damals gerade mal 25. Vielleicht langt es jetzt bei mir noch für den Seniorensport.“ Der Rathauschef sollte sich schon mal vorsorglich seinen Turnbeutel zurecht legen. Der Zeitplan ist nämlich straff getaktet. Laut Architekt Alexander Pfletscher soll der Rohbau noch vor der Sommerpause stehen und die Innenausbauten sollen Mitte September beginnen. Am Jahresende soll in dem energetisch „hochwärmegedämmten Holzrahmenbau“ bereits der erste Probebetrieb über die Bühne gehen. Die offizielle Schlüsselübergabe ist dann für Ende Januar 2017 terminiert. Der Baukörper, so Pfletscher, sei „langlebig und robust“ geplant: „Für die Gemeinde und den Verein wird die Turnhalle von den laufenden Kosten her gut zu unterhalten sein. Die Energieeinsparverordnung haben wir weit unterschritten.“

Bernhard Jepsen

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