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Der Radweg nach Unterzeismering soll sicherer werden, deswegen wird ein Stück (rote Linie) verlegt. 

Zwischen Bernried und Unterzeismering

Ein Radweg als „Geschenk“

Bernried - Mehr Sicherheit für Radler. Zwischen Bernried und Unterzeismering soll eine neue Verbindung gebaut werden.

Die Radwegverbindung zwischen Bernried und Unterzeismering ist nicht an allen Stellen optimal. Statt die Passage über den holprigen und engen Höhenrieder Weg zu nehmen, fahren viele Radler lieber auf der Staatsstraße. Das ist nicht ungefährlich. Vor drei Jahren ist es im Bereich der Rötlbachbrücke zu einem tödlichen Unfall gekommen, als ein Fahrradfahrer von einem alkoholisierten Autofahrer gerammt wurde.

Die Gemeinde Bernried will nun östlich der Allee am Höhenrieder Weg einen separaten und komfortableren Radweg aufschütten lassen. Doch es kommt noch besser: Wie Bürgermeister Josef Steigenberger in der jüngsten Bernrieder Gemeinderatssitzung berichtete, hat sich das Staatliche Bauamt bereit erklärt, die Baulast für einen straßenbegleitenden Rad- und Fußweg zu übernehmen.

Das Projekt wurde bereits offiziell in das Radwegenetzkonzept aufgenommen. Konkrete Entwürfe oder eine Zeitplanung liegen damit aber noch nicht vor. Die Einstufung als „überregionale Entwicklungsachse“ ist aber ein erster wichtiger Schritt zur Umsetzung – den man in Bernried sehr begrüßt: „Das ist eine tolle Sache. Vor allem für Alltagsradler, die den Höhenrieder Weg weniger benutzen“, so Bürgermeister Steigenberger. Dass das Staatliche Bauamt die Bauträgerschaft übernehmen wird, bezeichnete der Rathauschef im Gemeinderat als „Geschenk“.

Aber auch die Kommune selbst will nicht untätig sein: Die Planungen für die Ersatzstrecke im Bereich der Allee am Höhenrieder Weg sollen unabhängig von dem straßenbegleitenden Projekt fortgesetzt werden. Wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu erfahren war, sind mit der Bernrieder Pfarrstiftung und dem Hofgut bereits Verhandlungen über die benötigten Grundstücksflächen geführt worden.

Der Radweg soll deshalb auf der östlichen Seite der Allee situiert werden, weil dort ein Graben das Wurzelwerk nach unten gedrückt hat und damit die Bäume durch die Aufschüttung nicht beschädigt werden.

Bernhard Jepsen

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