Pater Matthias Leidenbergerin Andechs beim ersten Gottesdienst, den er nach der Priesterweihe mitzelebrierte. Sein Theologiestudium hat er fast abgeschlossen. fkn

Pater Matthias Leidenberger im Gespräch

Von der Medienbranche ins Priesteramt

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Matthias Leidenberger ist 46 Jahre alt und arbeitete früher in der Medienbranche. Am 5. Juni ließ er sich zum Priester weihen. Seine Nachprimiz ist am Sonntag in Weilheim.

Pater Matthias Leidenberger (46) ist bereits seit 18. März in der katholischen Pfarreiengemeinschaft Weilheim tätig. Erst jetzt kann er aber alle Aufgaben eines Priesters wahrnehmen – denn er hatte am 5. Juni in München seine Primiz. Seinen Nachprimizgottesdienst feiert Pater Matthias, der seit 2009 der Benediktinerabtei St. Bonifaz in München und Andechs angehört, am Sonntag, 19. Juni, in Weilheim (10.15 Uhr, Kirche St. Pölten).  Das "Weilheimer Tagblatt" sprach mit dem 46-Jährigen, der früher in der Medienbranche im Bereich „Filmschnitt“ arbeitete.

-Was hat Sie dazu bewogen, sich zum Priester weihen zu lassen?

Ich bin ein klassischer Spätberufener. Mein Ordensname „Matthias“ bringt das auch zum Ausdruck, denn Matthias kam ja erst sehr spät in den Kreis der Apostel. Meine Entscheidung für das Ordensleben und die Priesterweihe hat sich über Jahre entwickelt. Ich habe etwas gesucht, das mich innerlich tiefer ausfüllt. Diese Suchhaltung gehört übrigens zum Selbstverständnis eines benediktinischen Mönchs dazu – man ist eigentlich nie „fertig“.

-Was erwartet die Gottesdienstbesucher am Sonntag bei Ihrer Nachprimiz?

Das Besondere an dem Gottesdienst ist, dass ich jedem einzelnen Besucher, der das möchte, den Primizsegen spenden kann. In diesem drückt sich die Frische der Berufung aus. Den Primizsegen zu empfangen, ist ein schönes Erlebnis, wie ich selber erfahren habe.

-Welche Aufgaben haben Sie in Weilheim schon wahrgenommen, und wie sieht es künftig aus?

Ich bin Pastoralpraktikant und habe bisher Aufgaben eines Diakons übernommen. Jetzt – nach der Priesterweihe – kann ich auch Eucharistiefeiern leiten, die Beichte abnehmen und Krankensalbungen vornehmen.

-Und wie gefällt es Ihnen in Weilheim?

Es ist sehr schön hier. Ich bin mit sehr viel Offenheit und Freundlichkeit aufgenommen worden. Es ist auch schön, die für die Region typische Frömmigkeit, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat, kennenzulernen.

-Und wie lange werden Sie in Weilheim bleiben?

Nach meiner Zeit als Pastoralpraktikant beginnt hier auch meine Kaplanszeit. Es ist geplant, dass ich bis September 2017 bleibe. Dann kehre ich – wie es für Benediktiner üblich ist – in meinen Orden zurück.

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