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Spendenübergabe vor der Apostelkirche: Kirchenpfleger Martin Herzog, Angelika Flock (3. Bürgermeisterin), Sabine Herrmann („Weilheimer Menschen in Not“), Pfarrerin Ulrike Fries-Wagner, Diakonin Ruth Grünwald („Startchancen“) und Dekan Axel Piper. 

Lichtinstallation und mehr 

Bleibende  Botschaften  des Luther-Jahres

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Mit der großen Lichtinstallation des Künstlers Philipp Geist an der  Weilheimer Apostelkirche feierte die evangelische Gemeinde den Abschluss des Jubiläums zu 500 Jahren Reformation. Geblieben sind aber nicht nur schöne Erinnerungen an die Aktion „500 – Kirche im Licht“.

Weilheim – Es war am 30. und 31. Oktober 2017 ein sichtbares Zeichen protestantischen Stolzes – und ein leuchtendes Beispiel für die Landeskirche.  Kirchenpfleger Martin Herzog zählte rund 5000 Besucher an den beiden letzten Oktobertagen, weitere 2000 bei den Innenveranstaltungen sowie 350 Schüler. Ziel war es, die Kirche zu öffnen. „Das ist voll aufgegangen“, so Herzog. Dekan Axel Piper rühmte bei einem Pressegespräch vor wenigen Tagen die Lichtkunst als „moderne Ausdrucksform, um zu den Menschen zu kommen“.

Pfarrerin Ulrike Fries-Wagner lobte die „gelungene Zusammenarbeit“ mit den katholischen Pfarreien, der Stadt und dem Verein „Lichtkunst“. Die guten Kontakte sollen weiter ausgebaut werden, kündigte sie an. Für Weilheims dritte Bürgermeisterin Angelika Flock hatte die Aktion eine Strahlkraft über die Kirchengemeinde hinaus, sie nannte sie eine „Bereicherung für die Stadt“.

Die Protestanten wollten zu ihrem Reformations-Jubiläum bewusst mit den Menschen in Dialog treten. Dazu dienten auch 500 Schwäne, die unter dem Motto „Meine Botschaft“ im Kirchenraum aufgehängt worden waren – versehen mit den verschiedensten Botschaften der Gläubigen. „Gerechtigkeit kam oft vor“, so Pfarrerin Fries-Wagner, aber auch die Themen „Frieden“, „Familie“ und „Völkerverständigung“. Einige der Schwäne wurden behalten, die Mehrzahl aber in der Weihnachtszeit zu Gunsten der örtlichen Tafel und der eigenen Kirchenmusik verkauft.

Die Botschaften und andere Elemente der Lichtkunst werden übrigens nochmals sichtbar: Ulrike Dumler-Herzog gestaltete damit die jährliche Osterkerze für die Apostelkirche.

Ganz will die Kirchengemeinde von der Lichtkunst nicht lassen. Wenn Bedarf besteht, könnten Räume für das „2. Lichtkunstfestival“ im Oktober zur Verfügung gestellt werden, sagte Kirchenpfleger Martin Herzog.

Durch die Lichtkunstaktion wurde ein Überschuss von 1640 Euro erwirtschaftet, der laut Dekan Piper nicht in der Kirchenstruktur bleiben soll. Der Lionsclub Weilheim-Ammersee erhöhte diesen Betrag dann noch auf 2500 Euro, jeweils 1250 Euro wurden gespendet.

Einen Scheck gab es für die Aktion „Startchancen“ des Evangelischen Jugendwerks, das Kindern und Jugendlichen die Teilnahme unter anderem an Freizeiten und Jugendseminaren ermöglicht. Die andere Spende ging an den Sozialfonds „Weilheimer Menschen in Not“, der von den beiden großen Kirchen getragen wird.

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