Eingerüstet ist die Kirche, das Foto zeigt einen Blick in den Chor. heb

Ausnahmsweise öffnet die Gruft

Weilheim - Dreifaltigkeitskirche ist am Sonntag zum "Tag des offenen Denkmals" von 14 bis 17 Uhr geöffnet Es gibt auch zwei Führungen.

Der Klang der Orgel ist dem Scharren der Eisen, mit denen die Kirchenmaler die Wände vom alten Anstrich befreien, gewichen, und statt Weihrauch riecht es nach frischem Kalk. Ein emsiges Treiben herrscht in der Dreifaltigkeitskirche beim Heilig-Geist-Spital, deren äußeres Erscheinungsbild bereits seit vergangenem Jahr die Blicke auf sich zieht.

Seit Anfang des Jahres stehen in der 1827 nach Plänen des Weilheimer Architekten Leonhard Schmidtner, eines Schülers Karl von Fischers, im Stil des Klassizismus umgestalteten ehemaligen Franziskanerklosterkirche die Gerüste. Der Kirchenraum wird nach seinem Erscheinungsbild, das er bei einer Restaurierung und Erweiterung 1909 bekam, aufwendig restauriert. Am „Tag des offenen Denkmals“, am kommenden Sonntag, 11. September, besteht von 14 Uhr bis 17 Uhr die Gelegenheit, einen ersten Blick auf die wiedererstandene Pracht einer der bedeutendsten klassizistischen Kirchen Oberbayerns zu werfen.

Aber nicht nur auf diese: Bei zwei Führungen, die um 14 Uhr und um 16 Uhr angeboten werden, besteht zudem die Möglichkeit, den renovierten, in den Jahren 1640, 1677 und 1826 errichteten Dachstuhl zu besichtigen. Und außerdem können die Besucher in Weilheims „Katakombe“, die Gruft der Franziskaner, hinabsteigen. Die Führungen macht Dr. Joachim Heberlein,

Die Renovierung und Restaurierung der Spitalkirche, die sich seit 1943 im Eigentum der Stadt Weilheim befindet, ist mit 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Um die Stadt in ihrem Auftrag zu unterstützen, hat sich 2014 eine Benefizaktion gegründet, die sich das Motto des heurigen „Tags des offenen Denkmals“, „Gemeinsam Denkmale erhalten“, auf die Fahne geschrieben hat. Die Mitglieder der Benefizaktion freuen sich deswegen auf zahlreiche Interessenten.

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