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„Breitfilz“-Verein hofft auf Pachtvertrag 2021

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Von: Wolfgang Schörner

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Die Breitfilzler trafen sich mit Landrätin Jochner-Weiß im Stüberl am Badesee auf Gut Hub.
Die Breitfilzler trafen sich mit Landrätin Jochner-Weiß im Stüberl am Badesee auf Gut Hub. © Wolfgang Schörner

Der „Breitfilz“-Verein hofft, dass er im nächsten Jahr einen Pachtvertrag mit der Stadt Penzberg über die „Freizeitgärten“ im Breitfilz abschließen kann - dazu braucht es aber noch einige Voraussetzungen.

Penzberg – Der neu gegründete Verein „Freizeitgärten Breitfilz“ hofft, im Laufe des nächstes Jahres von der Stadt Penzberg einen Pachtvertrag für die Breitfilz-Anlage zu erhalten, um dann seinerseits die Parzellen unterverpachten zu können. Das hieß es bei einem Vorstandstreffen beim Stürberl am Kirnbergersee, zu dem auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß gekommen war.

Brandschutzkonzept liegt vor, Bebauungsplan ist auf den Weg

Wie berichtet, gab es in jüngster Zeit eine Reihe von Fortschritten bei der Breitfilz-Anlage, bei der seit zweieinhalb Jahren ein Nutzungsverbot besteht. Zum einen liegt nun ein Brandschutzkonzept vor, das einen Tank für 48 Kubikmeter Löschwasser und bessere Wege vorsieht. Zum anderen hat der Stadtrat einen Bebauungsplan ins Verfahren geschickt. Drittens hat sich vor kurzem das „Team Breitfilz“ zum Verein „Freizeitgärten Breitfilz“ umgewandelt. Dieser Verein, der bislang aus dem sechsköpfigen Vorstand besteht, soll Generalpächter der Freizeitgärten-Anlage werden, wenn die rechtliche Seite geklärt ist. Er verpachtet dann die Parzellen an seine Mitglieder.

Breitfilz-Verein rechnet damit, dass am Ende rund 300 Parzellen zur Verfügung stehen

Laut dem Vorsitzenden Paul Hattemer werden momentan zwar noch keine Mitglieder aufgenommen. Interessierte könnten sich aber melden. Es gebe ein großes Potenzial an Altpächtern sowie viele Neuinteressierte, erzählte er. Wobei ihm zufolge das Ziel ist, dass Altpächter – falls sie Interesse haben – ihre früheren Parzellen wiederbekommen. Zweiter Vorsitzender Walter Höck sagte, es hätten sich bislang zwischen 100 und 150 Interessenten gemeldet. Hattemer glaubt, dass rund 300 Parzellen zur Verfügung stehen werden.

Landrätin: Breitfilz-Anlage ist ein „Stück Tradition und Geschichte“

Landrätin Jochner-Weiß sagte, es sei früher eine verfahrene Situation gewesen. Mit der Kündigung der Pachtverträge sei es damals zu schnell gegangen. Und es habe ein „hartnäckiger Fürsprecher“ gefehlt. Diesen gebe es nun aber mit Paul Hattemer. Die Landrätin bat den Verein, ihr Bescheid zu geben, wenn der Bebauungsplan für die Stellungnahmen an die Behörden geht. Die Breitfilz-Anlage liege ihr am Herzen, sagte Jochner-Weiß. Natürlich sei es kritisch wegen der Nähe zum Hochmoor, ein besonderes Augenmerk werde im Verfahren auch auf den Brandschutz gelegt. Die Anlage sei allerdings „ein Stück Tradition und Geschichte Penzbergs“, so die Landrätin.

Den Verein lobte sie für ihren Einsatz. Und sie bat um Geduld. Ein Bebauungsplanverfahren dauere erfahrungsgemäß lange. „Stellt euch auf längere Zeit ein.“

Breitfilz-Verein: Entrümpelungsaktion war ein Erfolg

Zur Moor-Nähe sagte Vorsitzender Hattemer, dass der Verein ein erhebliches Interesse daran habe, dass das Wasser im Moor bleibe und nicht austrockne. Bezüglich des Bebauungsplanentwurfs hofft er, dass der Verein von der Stadt in zwei oder drei Monaten eine Rückmeldung erhält, ob und wo Korrekturbedarf besteht. Ebenso hofft, er, in Kürze den Entwurf eines Pachtvertrags zu bekommen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt beschrieb Hattemer („Wir können nur gemeinsam eine Lösung finden“) als sehr gut. Die Stadt hatte zum Beispiel für die sechswöchige Aufräumaktion, bei der auch viele alte Hütten abgerissen wurden, für die Container und den Abtransport gesorgt. Bei einer Kontrollbegehung des Breitfilz-Teams im Vorfeld sei bei 130 der über 300 Parzellen ein „erheblicher Betätigungsbedarf“ festgestellt worden, erzählte Hattemer. Nun ist das nur noch bei 38 Parzellen der Fall, wie ein abschließender Kontrollgang ergab. Die Stadt will die betreffenden Ex-Pächter kontaktieren. wos

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