Hereinspaziert: Das Peißenberger Bürgerbüro in Wörth ist weiter in Betrieb. foto: gronau

Bürgerbüro in Wörth ist - heuer - gesichert

Peißenberg - Das Bürgerbüro in Wörth bleibt offen: Die Gemeinde führt die Einrichtung zumindest heuer in Eigenregie weiter. Allerdings ist unklar, was nach 2014 geschieht.

Die Gemeinde Peißenberg musste als Betreiber der sozialen Einrichtung in Wörth einspringen, weil sich die „Brücke Oberland“ zum 1. Januar aus der Trägerschaft zurückgezogen hatte - Grund war der Wechsel des Förderprogramms von „Soziale Stadt“ zu „Stadtumbau West“ (wir berichteten). Der Mietvertrag für die 2010 eröffneten Räumlichkeiten wurde allerdings nicht gekündigt und verlängerte sich automatisch um zwölf Monate. Die Kommune wollte das Büro weiter nutzen.

Der Hauptausschuss hatte bereits sein Okay gegeben, der Marktgemeinderat zog im Dezember einmütig nach: Das Bürgerbüro bleibt besetzt. „Es kann für ein Jahr fortgeführt werden“, erklärte Kämmerer Reinhold Walter. Das kostet allerdings. Laut Walter wurden im vergangenen Jahr genau 14 499,61 Euro an Miete gezahlt, vom damaligen Programm „Soziale Stadt“ gab es immerhin 8700 Euro Zuschuss. Im Rathaus erwartet man auch für heuer eine Finanzspritze. Die Regierung von Oberbayern habe bereits einer Verlängerung der Förderung zugestimmt, erklärte der Kämmerer in der jüngsten Ratssitzung. Der Bewilligungsbescheid liegt vor. Konkret geht es um 60 Prozent der Mietkosten und der Personalkosten. Geklärt werden müsse noch, ob das Bürgerbüro auch im Programm „Stadtumbau West“ fortgeführt wird.

Besetzt wird das Büro weiter mit Edith Staltmayer: Der Markt übernimmt und zahlt ihre 20-Stunden-Stelle. Darüber hinaus wird eine 450-Euro-Kraft eingestellt, Diese wird laut Bürgermeisterin Manuela Vanni aber noch gesucht. Für die Rathauschefin war es wichtig, dass die sozialen Projekte in Wörth weiter laufen. Eine Schließung „stand für mich nie zur Debatte“, hatte sie unlängst betont. Als Büroaufgaben zählt sie unter anderem die Organisation des Bürgerfests, die Betreuung der Beratungsstellen und Jugendprojekte wie das Boxtraining auf. Außerdem sollen die zwei Mitarbeiter Ansprechpartner für die Quartierbewohner sein. Auch der neue „Straßenkümmerer“ fällt darunter: Andreas Dahms (57) aus Schongau ist ab sofort auf 30-Stunden-Basis in Wörth unterwegs.

Wie es mit dem Bürgerbüro nach 2014 weitergeht ist jedoch noch völlig offen. Eine Idee: Eine Rathaus-Außenstelle zieht in Wörth ein. Der Gemeinderat legte sich in seiner jüngsten Sitzung nicht fest. Über die Einrichtung will man im derzeit laufenden Stadtentwicklungskonzept ISEK entscheiden. Dessen Ergebnisse will Rathauschefin Vanni erst nach den Wahlen öffentlich vorstellen.

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