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Ums Einheimischen-Modell ging es unter anderem bei der der Pähler Bürgerversammlung am Dienstagabend im PGZ. Rechts (stehend) Bürgermeister Werner Grünbauer. 

Bürgerversammlung

Wie soll Pähl wachsen?

Pähl - Zur Pähler Bürgerversammlung kamen 36 Besucher. Eines der Themen war die Ortsentwicklung mit Einheimischen-Modell.

Nur etwa drei Dutzend Bürger Pähler Bürger zeigten am Dienstag Interesse an der Kommunalpolitik, indem sie die gemeinsame Bürgerversammlung für Pähl und Fischen im Pfarr- und Gemeindezentrum besuchten. Ein Schwerpunktthema war die Dorfentwicklung. Mit einer Dorferhaltungssatzung soll laut Bürgermeister Werner Grünbauer der Dorfcharakter von Pähl im Bereich der Ammerseestraße vom Schloss bis zum Dorfladen erhalten bleiben. Sie schließe den Neubau von Häusern nicht aus, neue Gebäude müssten aber ins Ortsbild passen.

Eine Nachverdichtung der Ortsmitte durch Neubau von Häusern auf freien Grundstücken hinter der bestehenden Häuserzeile soll möglich sein. Bei der Ausweisung von neuen Wohnbaugebieten – wie jetzt südlich der Tassilostraße– sollen künftig immer Grundstücke für Einheimische zur Verfügung stehen. Damit soll auch einheimischen Normalverdienern die Chance geboten werden, ein Wohngrundstück zu kaufen. Dies hält Grünbauer für notwendig, weil durch den von München aufs Umland ausgehenden Siedlungsdruck die Grundstückspreise in Pähl sehr stark steigen. Mit einem Durchschnittspreis von 500 Euro pro Quadratmeter liege Pähl noch vor Bernried. Laut einer Tabelle, die Grünbauer zeigte, fangen die Preise im Westen bei gut 100 Euro pro Quadratmeter an und liegen im Landkreisdurchschnitt bei 219 Euro.

Auch beim Gewerbe wird laut Grünbauer an Einheimische gedacht. Im Süden werde das Gewerbegebiet nur um 18 500 Quadratmeter erweitert, obwohl die Nachfrage einschließlich auswärtiger Bewerber doppelt so hoch sei. Zu den aktuellen großen Projekten der Gemeinde gehört die Sanierung des Freizeitgeländes am Ammersee, wo unter anderem der Parkplatz neu gestaltet und ein Aussichtsturm gebaut werden soll sowie die Renovierung des alten Feuerwehrhauses in Pähl. Nicht gebaut wird hingegen das ursprünglich geplante Hotel in Aidenried. An seiner Stelle soll jetzt ein Restaurantgebäude mit zwei Sälen, Terrasse und Biergarten errichtet werden. Grünbauer sagte, dass der Antragsteller angekündigt habe, im Herbst mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Eine bessere Beschilderung von Rad- und Wanderwegen wünschte sich eine Besucherin, während ein anderer die für überflüssig hält. Er riet zur Benutzung von Karten zur Orientierung. Gewünscht wurden auch mehr Radwege, die Einrichtung eines E-Bike-Verleihs und die Nutzung einer neuen Mitfahrorganisation (dorfbewegung.org/mitfahrgelegenheit).

Ein Bürger schlug vor, den motorisierten Verkehr zu reduzieren, indem man „mehr zu Fuß geht“. Anlässlich der Bürgerversammlung übergab Andreas Scharli von der Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“ Grünbauer die Mitgliedsurkunde. Pähl ist als 30. von 34 Gemeinden im Landkreis der Stiftung beigetreten.

Alfred Schubert

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