Und ein „Bulli“ aus Holz ist auch dabei. Michael Pratsch (links), Harald Waldmann (Mitte) und Mitstreiter bei ihrem jüngsten Stammtisch Ende November. foto: fkn

„Bulli“-Parade auf dem Berg

Hohenpeißenberg - Die Liebe zu ihrem "Bulli" haben sie gemeinsam. Darum haben Harald Waldmann und Michael Pratsch den „VW-Bus-Stammtisch Pfaffenwinkel“ gegründet.

Der „VW-Bus“ fasziniert Generationen. Er dient Handwerkern als Lastesel und fahrbare Werkstatt, er kutschiert aber auch Familien von A nach B. Und dann gibt es Varianten wie den „California“ und den „Multivan“, in denen geschlafen und der Urlaub verbracht werden kann. Die Leidenschaft für den „Bulli“ aus dem Hause Volkswagen teilen auch Michael Pratsch aus Hohenpeißenberg und Harald Waldmann aus Peißenberg. Sie haben sogar einen Stammtisch für Gleichgesinnte gegründet.

„Angefangen hat alles damit, dass ich ein Gefährt benötigte, damit ich mein Surfmaterial unterbringen und darin schlafen konnte“, so Waldmann. Das war 1988, und noch heute fährt der Peißenberger seinen „T3 LLE“. Das steht für Transporter der dritten Modellreihe der „Limited Last Edition“. Mittlerweile steht der „T5“ vor der Wachablösung, Irgendwann 2015 soll der „T6“ auf die Straße kommen. Doch wer noch ein altes Modell besitzt, kann sich glücklich schätzen. Für sehr gut erhaltene oder restaurierte Fahrzeug der ersten Serie werden Preise weit über 50 000 und teilweise sogar bis zu 100 000 Euro gezahlt. 3800 Mark hat Pratsch in den 70er Jahren für seinen gebrauchten „T1“ gezahlt. „Den bin ich drei Jahre gefahren, und nachdem er immer öfter Zicken gemacht hat, habe ich ihn für 100 Mark weggehauen“, sagt Pratsch. „Wenn man’s damals gewusst hätte...“ Mittlerweile fährt der durch seine mit der Kettensäge geschaffenenen Holzskulpturen bekannt gewordene Hohenpeißenberger das aktuelle Modell.

Die Idee für einen Stammtisch kam Waldmann, nachdem er selbst auf mehreren Treffen war und mit Organisatoren wie dem des „Bulli-Stammtisch Augsburg“ in Kontakt kam. Pratsch kannte der Peißenberger aus der gemeinsamen Steinheberzeit vor zehn Jahren. Als sie sich nach langer Zeit wiedertrafen, waren auch die Busse Thema. „Und nachdem der VW-Bus T3 in unserer Gegend immer noch stark vertreten ist und an den ortsnahen Bus- beziehungsweise Oldietreffen wenige der hier laufenden Modelle anzutreffen sind, reifte die Idee zu einem Stammtisch heran“, so Waldmann.

Anfang August erfolgte die Initialzündung: Der Peißenberger parkte mit seinem „T3“ neben einem anderen „T3“. Kurz darauf sah er jemanden um die Fahrzeuge herumschleichen. Es war ein Besitzer desselben Fabrikats, der Tipps haben wollte. aldmann kam auf seinen Stammtischpläne zu sprechen und traf auf positive Resoanz, weswegen „ich kurzerhand einen Flyer für ein Treffen herstellte“, so der Bus-Fahrer. Mitte August war es auf dem Hohen Peißenberg so weit. Mittlerweile sind es gut ein Dutzend Busbesitzer, die sich austauschen. Zuletzt waren sie Ende November in Schongau in einer Gaststätte. Künftig will man sich monatlich um 19 Uhr an einem Donnerstag treffen, von Frühling bis Herbst wieder draußen auf dem Hohen Peißenberg. „Da hat jeder seinen Stuhl dabei und was der hungrige Camper sonst so braucht“, so Waldmann. Beim „VW-Bus-Stammtisch Pfaffenwinkel“ sind übrigens Besitzer aller „Ts“ gern gesehen.

Thomas Dorsch

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