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Gesangsübungen zum Aufwärmen: 50 Kinder und 120 Jugendliche und Erwachsene trafen sich am Samstag zum „Chor-Erlebnistag“ in der Tiefstollenhalle in Peißenberg.

Chor-Erlebnistag

Experiment geglückt

Peißenberg - Es war ein Experiment, auf dass sich sieben Chöre aus der Region eingelassen hatten. Sie trafen sich am Samstag in der Tiefstollenhalle um miteinander zu singen.

Es war ein spannendes Experiment, dass Rudolf Schuhmacher, Initiator der Peißenberger Chornacht, am Samstag wagte. Bei einem „Chor-Erlebnistag“ versuchte er, sieben Chöre und zwei Kinderchöre miteinander zu vereinen. Sie sangen gemeinsam in der Tiefstollenhalle und freuten sich, dass das Experiment geglückt ist.

„Wir wollen heute mit dem Projekt alle Chöre zusammenbringen. Alle sollen Freude und Spaß haben“, so Schuhmacher, der Anfang Mai die „Peißenberger Chornacht“ ins Leben gerufen hatte. Für den Projekttag holte er sich eine Kapazität in Sachen „Musik“. Markus Detterbeck aus Bensheim, Chorcoach, Musiklehrer und weltweit in Sachen „Chormusik“ unterwegs, leitete den Workshop am Samstag. „Wenn schon, dann soll es ein Profi sein“, so Schuhmacher.

Unter Detterbecks Leitung hatten am Vormittag die rund 50 Kinder des Montessori – und des evangelischen Kinderchores jede Menge Spaß. Mit „bi ba Butzemann“ verstand es der Musikprofi meisterhaft, die Kinder zu motivieren, Rhythmus und Stimmbildung gelangen ihm in spielerischer Form hervorragend. Den Kindern wurde es nie langweilig, mit Händen und Füßen durften sie rappen und auch, wenn sie anfangs ein wenig vorsichtig waren, ermunterte sie Detterbeck: „Ihr dürft ruhig ein wenig cooler sein.“ Was sie dann auch gleich wörtlich nahmen und kräftig mitmachten.

Am Nachmittag waren dann rund 120 Sängerinnen und Sänger der sieben Peißenberger Chöre an der Reihe. Bevor es zum gemeinsamen Singen ging, bemerkte Detterbeck scherzhaft mit einem Blick in die Runde: „Ich sehe nur junge Leute.“ Und mit denen wurden dann gleich im Stehen Atemübungen, Lockerungs- und Streckübungen praktiziert. Und mit dem lustigen Lied „Ristorante Ritmicale Pizza in Nizza“ sorgte Detterbeck nicht nur für gute Laune, sondern auch für den richtigen Rhythmus und Ton.

„Das Projekt läuft ganz gut an“, freute sich Schuhmacher schon am Vormittag. Sein Ziel ist es, einen großen Peißenberger Chor in einer Stimme zu vereinen. „Und das geht nur, wenn man zusammen singt“. Für ihn ist das Experiment geglückt. Finanziert wurde der „Chor-Erlebnis-Tag“ durch die Erlöse der „Peißenberger Chor-Nacht“ und durch die Marktgemeinde. Die Notenblätter wurden von der Firma „WTW“ aus Weilheim gesponsort. Ausgewählt wurden die Stücke von Chor-coach Detterbeck, der auch die Noten vorbereitet hatte. So gab es neben Songs mit Groove und Herz auch afrikanische Chormusik zu hören.

Unter dem Motto „Singen ist unsere Welt“ waren alle Mitglieder der Chöre aus der Umgebung, wie dem LOV, dem Volkschor, dem Bergsteigerchor, dem Realschulchor, „Suono cantabile“, den „Subdominanten“, bei dem auch Rudolf Schuhmacher mitsingt, und dem katholischen Kirchenchor dabei. Sie waren begeistert von dem experimentellen Nachmittag, der am Samstag alle Chöre, die dabei waren, in einer Stimme zusammenführte.

Von Inge Beutler

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