Seniorin telefoniert mit einem Handy
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Eine Seniorin telefoniert mit einem Smartphone - manche haben aber Fragen zur Nutzung (Symbolfoto)

„Computer-Senioren“ in Penzberg

Tipps und Tricks: Penzberger Seniorenbeirat plant Computer-Treff

  • vonWolfgang Schörner
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Der Penzberger Seniorenbeirat möchten einen regelmäßigen Treff initiieren, bei dem sich Senioren mit Computer, Tablets und Smartphones vertraut machen können. In anderen Städten der Umgebung gibt es so etwas schon.

Penzberg – Manche Senioren sind virtuos auf dem Computer, bei manchen besteht dagegen eine gewisse Scheu, und andere wiederum haben einfach nur Wissenslücken, wenn es darum geht, den Computer oder das Smartphone zu nutzen. Der Penzberger Seniorenbeirat plant nun, weniger versierten Senioren eine Anlaufstelle zu bieten, bei der sie sich Rat, Hilfe und praktische Unterstützung holen können. Die Idee stammt von Seniorenbeiratsmitglied Herbert Preuß. Ihm schwebt „etwas anderes als ein Volkshochschulkurs“ vor. Preuß geht es um einen dauerhaften, regelmäßigen Treff, bei dem „die Leute zusammenkommen, die Wissenslücken haben“. Dort sollen sie sich austauschen, gegenseitig helfen und Unterstützung von Experten auf Ehrenamtsbasis erhalten. Es gebe viele Senioren, die sich nicht mit PC oder Smartphone auskennen, aber nicht zur VHS gehen wollen, erklärt Seniorenbeiratsvorsitzender Siegfried Höfler. Aus dieser Überlegung sei die Idee für die „Computersenioren“ – so lautet der Arbeitstitel – entstanden. „Wir können das aber nicht selbst als Seniorenbeirat machen“, so Herbert Preuß. Benötigt werde ein Träger, sei es ein Verein, eine soziale oder kirchliche Einrichtung, die Raum und Versicherungsschutz stellt sowie die organisatorischen Dinge erledigt. Denkbar ist ihm zufolge auch, dass der Treff unter der Schirmherrschaft der Stadt läuft. Der Seniorenbeirat, so Preuß, sei nur der „Initiator, Unterstützer und Kümmerer, bis die Einrichtung etabliert ist“.

„Computer-Senioren“: Pläne stehen noch am Anfang

Die Planungen für den Treff sind noch ganz am Anfang. Der Seniorenbeirat gab jüngst einstimmig sein Okay, erst einmal eine Projektgruppe einzurichten, die ein detailliertes Konzept ausarbeiten soll. Die Gruppe besteht aus Herbert Preuß, Bernd Eckstein, Siegfried Höfler und Hans-Werner Neumann.

„Computer-Senioren“: Ideengeber hat sich in Bad Tölz und anderen Orten umgesehen

Ideengeber Preuß hatte sich bereits zuvor schlau gemacht, ob es ähnliche Initiative in der Umgebung gibt – und war dabei fündig geworden. In Bad Tölz, erzählt er, seien bei einem wöchentlichen Treff rund 35 Leute da gewesen, Zwei Referenten hielten einen Vortrag, beantworteten Fragen und gaben praktische Hilfe. Drei Euro habe dies pro Person und Tag gekostet. Außerdem werde auch ein Heimservice angeboten. Im Weilheimer Mehrgenerationenhaus sollte eigentlich im März ein Senioren-Computer-Club starten. Gedacht war er für ältere Menschen, die den Eindruck haben, dass sich die bestehenden Angebote hauptsächlich an jüngere oder technisch versierte Menschen richten. Der Start wurde allerdings wegen der Corona-Pandemie aufgeschoben. Auf einen weiteren Computertreff stieß Preuß in Starnberg. Dort ist er als offene Fragestunde organisiert, bei der ehrenamtliche Mitarbeiter einer Computerinitiative Fragen rund um Internet und Smartphone beantworten.

Lesen Sie auch: Seniorenbeirat reagiert gereizt auf Alternativvorschlag zum „Herbstlicht“

Und: Führerschein-Abgabe aus Altersgründen: Gratis-Stadtbus für Penzberger Senioren

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