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Corona: Penzberger Impf-Initiative startet Infostände - 610 Unterschriften

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Von: Andreas Baar

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Ein Ziel hatte die Penzberger Initiative erreicht: Am Infostand und auf dem Stadtplatz wurden viele Gespräche geführt. © Andreas Baar

Penzberg – Die neue Initiative „Impfen ist solidarisch – Penzberg gegen Corona“ hat am Samstag (15. Januar) auf dem Stadtplatz ihre Aufklärungsarbeit gestartet.

Am Montag (10. Januar) betrat sie die öffentliche Bühne in Penzberg: Die private Initiative „Impfen ist solidarisch – Penzberg gegen Corona“ möchte ein Gegengewicht zu den „Spaziergängen“ der Impfskeptiker und Gegnern der staatlichen Corona-Maßnahmen bilden. Bewusst überparteilich sammeln die Initiatoren Unterschriften. „Wir sind für die konsequente Einhaltung von Corona-Schutz-Maßnahmen und stellen dabei Solidarität vor Egoismus!“, hieß es in der Erklärung. Man sei überzeugt, „dass nur flächendeckende Immunisierung der Bevölkerung durch Impfung dauerhaft den Weg aus der Pandemie, hin zur Wiedererlangung unserer gesellschaftlichen Normalität ermöglicht“. Am Samstag (15. Januar) fand nun der erste Infostand auf dem Stadtplatz statt. Die Aktion sei „ein voller Erfolg“ gewesen, heißt es von der Initiative. Über 180 neue „Namensspender“ hätten sich, unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen, in die Listen eingetragen. Die Gruppe geht an den zwei Stunden von 350 bis 400 Besuchern aus.

Die Resonanz ist gewaltig. Das haben wir nicht erwartet

Peter Struzyna, einer der Sprecher der Initiative.

Unter den Mitbegründern ist auch Peter Struzyna. Der ehemalige Vorsitzende des TSV Penzberg stand an diesem Vormittag ebenfalls auf dem Stadtplatz und diskutierte eifrig mit Passanten. Grundsätzlich ist er zufrieden mit den Reaktionen auf die öffentliche Initiative pro Impfung. „Die Resonanz ist gewaltig. Das haben wir nicht erwartet“, sagte Struzyna der Rundschau. Stand 17. Januar, 13 Uhr, verzeichnet die Initiative nach eigenen Angaben 610 Unterstützer.

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Die Initiative für Corona-Impfungen hat auch Plakate in Penzberg aufgestellt. Neben zwei großen Bannern an den Ortseingängen wurden 35 Plakate platziert und fünf Einschubtafeln bestückt. © Privat

Bewusst an die Öffentlichkeit

Zu den Passanten, die ihren Namen auf ein großes Plakat setzten, zählten Georg (76) und Christl Weigl (75) aus Penzberg. Weigl war früher Wirt in der Stadthalle und hat eine klare Meinung: „Ich bin für Impfungen und gegen die Demonstrationen.“ Es sei in dieser Zeit wichtig, dass man solidarisch ist, so der 76-Jährige. Solidarität ist auch das Wort, dass die Initiative häufig verwendet. „Wir wollen einen Kontrapunkt setzen“, erklärte Peter Struzyna mit Blick auf die Corona-Demos, deren Wurzeln meist im Dunkeln liegen. Die Initiative gehe dagegen bewusst an die Öffentlichkeit, sagte Struzyna: „Alle Unterschriften werden zum Gesicht der Kampagne.“

Infos auf der Homepage

Die Initiative hat jetzt auch eine Internetseite freigeschaltet: Diese findet sich unter www.impfen-ist-solidarisch.de.

Infostand plus Impfaktion

Eines macht Struzyna allerdings deutlich: Gegendemos zu den „Spaziergängen“ montags sind von der Initiative nicht geplant. „Wir wollen nicht Polizei und Bauhof binden“, sagt er. Man wolle die Infrastruktur, auch in den Kliniken, „in keinster Weise unter Druck setzen“. Die Impf-Werbung der Bürger geht weiter. Große Werbeplakate wurden bereits an den Ortseingängen aufgestellt. Am Samstag, 22. Januar, wird erneut von 10 bis 12 Uhr auf dem Stadtplatz ein Infostand samt Plakataktion aufgebaut. Und es gibt gemäß der Internetseite die Möglichkeit, sich „quasi im Vorbeigehen“ in einer benachbarten Arztpraxis impfen zu lassen.

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