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Corona-Regeln in Bayern verschärft: Söder kündigt drastische Maßnahmen an

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Von: Max Müller

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PK nach bayerischer Kabinettssitzung
Markus Söder kündigte drastische Maßnahmen an. © Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Region - Die Bayerische Staatsregierung reagiert auf die steigenden Corona-Zahlen: Es kommen strengere Regeln, die Krankenhaus-Ampel wurde neu definiert.

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen in Bayern, hat die Staatsregierung um Ministerpräsident Markus Söder strengere Regeln verkündet. Unter anderem wurde die Krankenhaus-Ampel neu definiert. Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird mit Wirkung zum Samstag (6. November) in folgenden Punkten geändert:

Krankenhaus-Ampel auf Gelb

Die Ampel springt nun bei 1200 Covid-Patienten in bayerischen Krankenhäusern in den letzten sieben Tagen und bei bayernweit 450 belegten Intensivbetten auf die Stufe Gelb. Dann treten neue Corona-Schutzmaßnahmen in Kraft: Die FFP2-Maskenpflicht tritt wieder in Kraft. Wo bisher die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) galt, gilt nun die 3G-plus-Regel (PCR- statt Schnelltest). Wo zuvor 3G-plus galt, gilt dann 2G (geimpft, genesen).

Ausgenommen bleiben der Einzelhandel und der ÖPNV. Bei 3G bleibe es etwa im Hochschulbereich und bei Ausbildungseinrichtungen. Für Clubs, Diskotheken, Bordellbetriebe und vergleichbare Freizeiteinrichtungen gilt bei Stufe gelb verpflichtendes 2G.

Krankenhaus-Ampel auf Rot

Die Ampel springt auf Rot, sobald landesweit mehr als 600 Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt sind. Bei der roten Stufe gelten dann beispielsweise 3G-Regel am Arbeitsplatz und eine deutliche Ausweitung der 2G-Regel. Im Gastronomiebereich gilt in diesem Fall die 3G-plus-Regel (getestete brauchen trotzdem einen PCR-Test).

Maskenpflicht an Schulen

Die bayerische Staatsregierung hat zudem die vorübergehende Wiedereinführung der Maskenpflicht an Bayerns Schulen beschlossen. Nach den Herbstferien müssen in den Grundschulen für eine Woche und in den weiterführenden Schulen für zwei Wochen wieder Masken auch am Platz und unabhängig vom Mindestabstand getragen werden, wie das Kabinett am Mittwoch in München beschloss.

Mehr Informationen:

Mehr Informationen zu den neuen Corona-Regeln gibt es bei der Bayerischen Staatsregierung.

Verlängerung der Quarantäne

Es gibt laut der Staatsregierung immer wieder Fälle, in denen die Corona-Infektion bei einer engen Kontaktperson eines Infizierten erst nach dem Ende der durch Negativtest auf 5 Tage verkürzten Quarantäne festgestellt wurde. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat deswegen die Quarantänedauer für enge Kontaktpersonen auf mindestens 7 Tage erhöht.

Für eine sichere Unterbrechung der Infektionsketten in Regionen mit hohem Infektionsgeschehen wird darüber hinaus künftig die Möglichkeit der Freitestung für enge Kontaktpersonen entfallen und die Quarantänedauer grundsätzlich 10 Tage betragen.

Sonderregeln für Hotspots

Angesichts des unterschiedlichen Infektionsgeschehens in den verschiedenen Regionen Bayerns wird außerdem eine regionale Hotspotregelung eingeführt. Es gilt: In Landkreisen, die zu einem Leitstellenbereich gehören, in dem die zur Verfügung stehenden Intensivbetten bereits zu mindestens 80 Prozent ausgelastet sind, und in denen zugleich eine 7-Tage-Inzidenz von 300 überschritten wird, gelten die Maßnahmen entsprechend, die bei einer landesweiten roten Krankenhausampel gelten würden.

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