penzberg feuerwehr polaris quad
+
Das neue Kleinlöschfahrzeug der Feuerwehr Penzberg ist für schwieriges Gelände und Schrebergärten geeignet.

Neue Fahrzeuge geweiht

Feuerwehr Penzberg: Kleines Gerät für große Hilfe

  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
    schließen

Penzberg – Die Feuerwehr Penzberg hat technischen Nachwuchs bekommen: Gleich drei neue Fahrzeuge stehen in der Gerätehalle. Eines ist klein, aber wichtig.

Der Jahrtag ist für die Feuerwehr nicht nur Gelegenheit, ihrer verstorbenen Kameraden zu gedenken. Es ist auch der Tag, an dem die Ehrenamtlichen viel Lob für ihren Einsatz zu hören bekommen. So auch am vergangenen Sonntag (5. September). Das Wirken der Wehr könne man „gar nicht genug anerkennen“, betonte Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal. Zuvor waren die Abordnungen der Blaulichtorganisationen unter den Klängen der Stadt- und Bergknappenkapelle zum Kreisel marschiert. Das Gedenken sei auch „Ausdruck des Respekts und der Kameradschaft“, sagte der katholische Pfarrer Bernhard Holz. Der Geistliche hatte im Anschluss noch eine wichtige Aufgabe: Holz segnete in der Feuerwehrhalle drei neue Fahrzeuge.

Beim Jahrtag legte die Feuerwehr am Ehrenmal Kränze zum Gedenken an ihre verstorbenen Kameraden ab.

Wobei vor allem eines gar nicht mal so viel hermacht. Doch das Kleinlöschfahrzeug (KLF) samt Anhänger ist ein „nicht minder unwichtiges Fahrzeug“, wie Kommandant Christian Abt verdeutlichte. Denn „Florian Penzberg 49/1“, so der Funkrufname, wurde eigens angeschafft, um in beengtem Gelände schnelle Hilfe zu bieten. Vor allem ist es gedacht für die Kleingartenanlagen – gerade das Breitfilz-Areal durfte monatelang wegen fehlenden Brandschutzes von den Pächtern nicht genutzt werden (Rundschau berichtete). Aber auch die Berghalde, Waldwege und die Loisachauen sind Einsatzgebiet für das Polaris-Quad. „Das ist unser Problemlöser“, so Abt. Ausgerüstet ist das bis zu Tempo 90 schnelle Gefährt mit „einem Prunkstück“, wie es Abt nannte: einer Hochdrucklöschanlage samt 100 Liter Wassertank und 60 Meter Schlauch. In das Gespann investierte die Stadt rund 70.000 Euro.

Neuer Allrad für die Einsatzleitung der Feuerwehr Penzberg.

Einen ähnlichen Kostenrahmen gab es beim neuen Kommandowagen. Der Mitsubishi Outlander ersetzt den alten Mercedes aus dem Jahr 2002. 224 Pferdestärken und permanenten Allrad bringt der Wagen auf die Straße.Gerüstet für Gefahrgut

Den Gerätewagen Gefahrgut stationiert der Landkreis in Penzberg.

Gerätewagen brauchte Geduld

Wesentlich teurer kam der neue Gerätewagen „Gefahrgut“ (GWG) mit seinen rund 500.000 Euro. Die muss aber nicht die Stadt auf den Tisch legen. Der Landkreis stationiert nämlich das Spezialfahrzeuge in Penzberg, die dortige Wehr bedient es. Um die 295.000 Zuschuss gibt es vom Freistaat, wie Uwe Wieland, Kreisbrandmeister für ABC und Gefahrgut, auflistete. Weil damit auch den Nachbarn geholfen wird, beteiligen sich neben Weilheim-Schongau die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen an der Anschaffung. Bis der Wagen allerdings in der Garage stand, brauchte es viel Geduld. Die Aufträge hatte der Kreistag bereits 2018 vergeben, wegen diverser Probleme bei der Beschaffung dauerte es bis heuer im März mit der Indienststellung. Dank der Ausstattung, gerade einer Messtechnik für unbekannte Stoffe, sei man nun „sehr, sehr gut aufgestellt“, so Wieland zufrieden.

„Gaffer machen Leben schwer“

Eine Einschätzung, die der stellvertretende Landrat Wolfgang Taffertshofer (BfL) teilte. Er lobte die Feuerwehr („Ihr seid immer zur Stelle“) und wünschte den Freiwilligen alles Gute und Erfolg. „Auch wenn Ihnen Gaffer bei Einsätzen das Leben schwer machen.“

Quelle: DasGelbeBlatt

Auch interessant

Kommentare