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Im Sindelsdorfer Feuerwehrhaus parkt ein 27 Jahre altes Löschfahrzeug.

Beschluss im Gemeinderat

Feuerwehr Sindelsdorf: Grundsätzlich für neues Fahrzeug

Sindelsdorf - Die Feuerwehr Sindelsdorf braucht ein neues Fahrzeug. Das könnten die Freiwilligen auch bekommen, beschloss der Gemeinde grundsätzlich.

Der Lack ist ab, zumindest im übertragenen Sinne. Denn noch immer leuchtet das Löschfahrzeug der Feuerwehr Sindelsdorf feuerrot. Doch so richtig zeitgemäß und pflegeleicht ist es halt nicht mehr. Daher soll nun ein Ersatzfahrzeug her, nicht jetzt auf gleich, aber in absehbarer Zeit. Einen Grundsatzbeschluss diesbezüglich fasste der Gemeinderat. In trockenen Tüchern ist noch gar nichts, oder weniger bildhaft gesprochen: Angeschafft wird ein neues Fahrzeug für die Sindelsdorfer Feuerbekämpfer noch keineswegs. „Es ist noch nicht genehmigt“, betont Bürgermeister Andreas Obermaier (CSU) am Tag nach der Gemeinderatssitzung, in der lediglich der Grundsatzbeschluss zur Beschaffung eines neuen Fahrzeuges gefasst wurde. Jedoch könne ein eigens hierfür eingerichteter Arbeitskreis nun den Bedarf prüfen und sich auch nach Angeboten umsehen, berichtet der Rathauschef.

Jetziges Fahrzeug ist 27 Jahre alt

Verstehen, dass ein neues Fahrzeug her soll, kann der Bürgermeister durchaus, das momentane Löschfahrzeug sei schließlich schon 27 Jahre alt – und ein heutzutage nicht mehr gefragtes Modell. Zwar seien „schon ein paar Modernisierungen vorgenommen“ worden, und das Fahrzeug sei auch „technisch noch total in Ordnung“, doch es verfüge über keinen sonderlich großen Wasserbehälter. Obermaier spricht von einem Fassungsvermögen von 600 Litern. Bei einer Pumpleistung von 800 Litern pro Minuten dauert es nicht lange, und der Tank ist leer. „Jetzt sollten es 1600 Liter sein“, sagt der Rathauschef. Viel Wasser, das nicht schaden kann, schließlich seien die Feuerwehrler viel auf der Autobahn als auch auf der B472 unterwegs. Doch ein neues Modell dürfte der Gemeinde nicht allzu günstig kommen. Das weiß auch der Rathauschef, der mit Kosten zwischen 300.000 und 480.000 Euro rechnet. Nicht so schnell rechnet der Bürgermeister aber mit der Anschaffung eines neuen Fahrzeuges, vielleicht in drei Jahren, meint er.

Arbeitskreis befasst sich mit Thema

Auch Kommandant und stellvertretender Bürgermeister Gerhard Öttl (CSU) meint, dass ein neues Fahrzeug „frühestens Ende 2023, eher 2024 in Dienst gestellt“ werde. Das alte Modell muss dann wohl die Garage verlassen. Doch eins nach dem anderen. Zunächst werde sich „der Arbeitskreis seitens der Feuerwehr“ mit dem Thema umfassend auseinandersetzen, erklärt Öttl. Ziel sei dabei eine Lösung mit großem Nutzen und nicht allzu großen Kosten für die Gemeinde. Da eine solche Lösung noch nicht vorliegt, hält sich Öttl mit Auskünften zur Neuanschaffung vorsichtig zurück. „Am wahrscheinlichsten ist die Beschaffung eines HLF10“, gibt er jedoch eine Tendenz preis. Dieses Fahrzeug wäre nicht wirklich größer als der jetzige ‚Dienstwagen‘, verfüge aber über eine vollständige THL-Beladung, darunter Schere und Spreizer, die bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommen. Öttl schätzt die Kosten auf 350.000 bis 400.000 Euro, „ohne Beladung“.

Hoher Aufwand für Wartung

Bis ein neues Gefährt nach Sindelsdorf rollt, darf das jetzige Fahrzeug noch ein paar Jährchen seinen Dienst leisten, auch wenn es nicht gerade pflegeleicht zu sein scheint. „Der Wartungsaufwand unseres bestehenden Fahrzeugs geht im Moment nach oben“, sagt Öttl und blickt etwa auf Rost und Verschleiß. Fernab der Wartung ist da aber noch etwas, das das Fahrzeug nach 27 Jahren im Einsatz alt aussehen lässt: „Die Beladung und Ausstattung des Fahrzeug deckt sich nicht mehr ganz mit unserem jetzigen Einsatzspektrum“, erläutert der Kommandant.

Quelle: DasGelbeBlatt

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