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Frohe Kunde: Penzberg erhält Zuschlag für Landesgartenschau 2028

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Von: Max Müller

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Die Stadt Penzberg soll 2028 prächtig erblühen. © Max Müller

Penzberg – Nach einem langwierigen Bewerbungsprozess steht die Entscheidung: Penzberg erhält den Zuschlag für die Landesgartenschau 2028.

Der bayerische Umweltminister ist am Telefon. Diesen Anruf bekommt man nicht jeden Tag. Thorsten Glauber (FW), Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, hat gute Nachrichten für den dritten Bürgermeister Hardi Lenk (SPD) – und auch für Penzberg. Die Stadt hat den Zuschlag für die Landesgartenschau 2028 erhalten. „Wir hoffen die Stadt noch schöner und grüner zu machen. Das ist eine Chance für Penzberg,“ so Lenk gegenüber der Rundschau.

Auch Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) hat die frohe Kunde bereits von seinem Stellvertreter vernommen. Anscheinend verbrachte Lenk viel Zeit an diesem Mittwochvormittag am Telefon. Der im Urlaub verweilende, Korpan zeigte sich euphorisch: „Die Arbeit hat sich gelohnt. Da werden Rad- und Fußwege entstehen, auf denen noch meine Enkel spazieren werden.“ So soll es künftig Naherholung mitten in Penzberg geben. „Wir sind alle total zufrieden und haben ja alle möglichen Szenarien durchgespielt“, so Lenk.

Vorbereitungen beginnen

Jetzt stehen für die Stadt aber erstmal einige Vorbereitungen und Planungsarbeiten über die kommenden Jahre an. 2025 sollen laut Lenk bereits die Ausschreibungen beginnen. Laut Stadtbaumeister Justus Klement hat Penzberg 40 Hektar Entwicklungsfläche angeboten, tatsächlich benötigt werden zehn Hektar. Gut möglich, dass der Fokus auf eine Entwicklung des Bahnbogens gelegt wird, ferner auf den Bereich der so genannten Bachmeile und das Müllerholz, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

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Die Nachricht über den Zuschlag zur Landesgartenschau löste beim Dritten Bürgermeister Hardi Lenk (l.) und Stadtbaumeister Justus Klement große Freude aus. © Stadt

Im Rahmen der Vergabe äußerte sich auch Umweltminister Glauber zur Vergabe: „Landesgartenschauen geben Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels im urbanen Raum: Sie bringen grüne Oasen in die Städte, fördern Naherholung und ermöglichen Naturerlebnisse vor Ort. Stadtklimaschutz ist eine zentrale Aufgabe der Gegenwart.“ Neben Penzberg (2028) wurden auch noch Günzburg (2029), Nürnberg (2030), Schrobenhausen (2031) und Langenzenn (2032) ausgewählt. Die nächste Landesgartenschau findet 2023 in Freyung statt.

Hoffen auf zusätzliche Fördermittel

Die Jury hat entschieden, nun ist die Stadt wieder am Zug: Laut Stadtbaumeister Justus Klement wird die Landesgartenschau-Gesellschaft nun einen Wettbewerb ausrufen, an dem sich bundesweit Freianlagenbüros beteiligen können. „Der Wettbewerb wird dann zeigen, was mit den Fördermitteln konkret gebaut wird“, sagt Klement. Darunter fallen unter Umständen Wegeverbindungen, Aufenthaltsflächen oder auch Brücken. Zur Verwaltung des Budgets wird eine Projektgesellschaft gegründet, welche auch die Fördergelder verwalten wird.

Zehn Millionen Euro muss die Stadt Penzberg einsetzen, damit die Landesgartenschau-Gesellschaft maximal fünf Millionen Euro Fördermittel einbringt. Stadtbaumeister Klement spekuliert jedoch auch auf Fördermittel aus anderen Töpfen wie zum Beispiel aus der Städtebauförderung. Zudem soll die Gartenschau 2028 natürlich auch eigene Einnahmen generieren – Eintrittsgelder oder indirekte Einnahmen durch das Ankurbeln der örtlichen Gastronomie, des Einzelhandels und des regionalen Tourismus.

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