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Jobmesse: Über 400 Besucher bringen Leben in Penzberger Stadthalle

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Von: Max Müller

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Aus der Region für die Region: Mehr als 150 Schüler besuchten bereits am Vormittag die Stände in der Stadthalle. © Max Müller

Penzberg – Darüber freuten sich Schüler, Veranstalter und Aussteller: Endlich konnte die Job- und Ausbildungsmesse in Penzberg wieder in Präsenz stattfinden.

Euphorie lag an den Ständen der regionalen Unternehmen bei der Jobmesse in der Luft. Schüler und Arbeitssuchende orientierten, informierten sich und dateten sich in der Stadthalle munter durch die Jobszene in der Umgebung. Die Rundschau stattete der Penzberger Ausbildungsmesse einen Besuch ab.

Es herrschte Leben in der Stadthalle. Nicht wegen einer hitzigen Stadtratssitzung oder einer Corona-konformen Absolventenverabschiedung. Die siebte Job- und Ausbildungsmesse in Penzberg konnte zum ersten Mal seit 2019 wieder in Präsenz stattfinden. Schüler und Jobsuchende tummelten sich bei den Ausstellern. Vor allem das Job-Speed-Dating fand großen Anklang.

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Beim Job-Speed-Dating hatten die Schüler die Möglichkeit, sich intensiv auszutauschen und Fragen zu stellen. © Max Müller

Speed-Dating überzeugt

„Wir konnten Fragen stellen, der Austausch war intensiver und direkter und man konnte sich mit den anderen Interessenten unterhalten“, schwärmte Jasmin Kremser. Die Schülerin aus der 10d der Penzberger Realschule hatte mit ihrer Klassenkameradin Panajiota Paliogianni zuvor das Job-Speed-Dating besucht. Kremser lauschte vor dem Dating in der Rathauspassage einem Vortrag des Klinikums Penzberg, Paliogianni hörte sich bei der Polizei um. Den Schülern merkte man an, wie viel ihnen die Präsenz gefehlt hatte.

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Die Schüler Jasmin Kremser (l.) und Panajiota Paliogianni aus der 10d der Realschule Penzberg waren begeistert vom Job-Dating. © Max Müller

Das bestätigte auch Florian Engbrecht, Ausbilder bei Roche: „Man merkt, dass die Schüler keinen Bock mehr auf virtuell haben.“ Engbrecht zeigte sich überaus zufrieden mit der Jobmesse. Viele Gespräche führte der Ausbilder in der Stadthalle und fand eine Menge Schüler, bei denen er sich eine Roche-Karriere vorstellen könnte: „Das sind genau die richtigen Klassen, da waren viele Schüler mit Potential dabei.“ Für das Unternehmen war es die erste Ausbildungsmesse seit eineinhalb Jahren. Die virtuelle Übersättigung war bei den Standbesuchen zu spüren. Bei Roche sorgte die Platzierung des Stands für besondere Freude: „Wir sind direkt am Eingang. Alles was in die Halle kommt, muss an uns vorbei“, so Engbrecht.

Neben Roche präsentierten sich unter anderem regionale Unternehmen wie Hoerbiger, die Sparkasse Oberland, aber auch die Bundeswehr sowie der Kindergarten Arche Noah den Schülern und Arbeitssuchenden aus der Umgebung.

150 Schüler in der ersten Runde

Nur einen Stand weiter beim Weilheimer Unternehmen Zarges, das Leichtmetallbauprodukte herstellt, war die Euphorie ebenfalls groß: „Die Schüler wirken alle sehr interessiert und nicht so, als ob sie nur wegen den Werbegeschenken da wären“, lachte die kaufmännische Ausbilderin Stefanie Happach. Der Weilheimer Betrieb suchte vor allem Industriekaufleute und Industriemechaniker. Happach versprach sich einen personellen Zulauf: „Wir bekommen nach solchen Messen definitiv mehr Bewerbungen als sonst.“

Auch die Veranstalter waren zufrieden mit den Besucherströmen. Sabine Ostermann vom Organisations-Team „Neuorientierung null-acht 12“ war begeistert von 150 Schülern, welche in der ersten Vormittagsrunde in der Stadthalle unterwegs waren. „Es brummt“, kommentierte Ostermann die Situation beim Rundschau-Besuch.

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Die Kreisverkehrswacht stellte einen Fahrsimulator bereit, an dem sich die Schüler ausprobieren konnten. © Max Müller

Andrang war groß

Insgesamt besuchten 25 verschiedene Schulklassen aus der Region die Ausbildungsmesse. Für den Vormittag meldeten sich neben der Penzberger Real-, Mittel- und Montessorischule auch das Gymnasium an. Zusätzlich kamen die Realschule Schlehdorf und die Mittelschule Benediktbeuern mit ihren Abschluss- beziehungsweise Vorabschlussklassen.  Jede Klasse wurde im Voraus einem Zeitabschnitt zugewiesen. In diesem Fenster besuchten die Schüler das Vortragsprogramm in der Rathauspassage sowie den Ausstellungsbereich in der Stadthalle und das Job-Speed-Dating. Beim Elternpart am späten Nachmittag kamen rund 250 Besucher in den Ausstellungsbereich und in die Elternvorträge.

Auch die Jobmesse am Abend war gut besucht. Rund 180 Teilnehmer waren laut Katharina Panholzer vom Organisations-Team „Neuorientierung null-acht 12“ vor Ort und informierten sich bei den Ausstellern. Auch das Job-Speed-Dating wurde gegen Abend noch gut besucht. Für die Veranstalter geht es in den nächsten Wochen mit einem straffen Programm weiter, denn es stehen noch Jobmessen in Peißenberg, Starnberg und Weilheim an.

Nächste Jobmessen:

Wer das Event in der Stadthalle verpasst hat, muss sich keine Sorgen machen. Weitere Ausbildungs- und Jobmessen der Veranstalter „Neuorientierung null-acht 12“ finden in den kommenden Wochen statt:

• 14. Oktober in Peißenberg

• 27. Oktober in Starnberg

• 16. November in Weilheim

Mehr Informationen zu den anstehenden Events gibt es auf der Webseite der Veranstalter „Neuorientierung null-acht 12“.

Veranstalterin Nicola Schackmann vom Penzberger Organisations-Team „Neuorientierung null-acht 12“ kündigte bereits im Vorfeld der Messe an: „Heuer soll es einfach größer werden.“ Und das wurde es auch. Anstatt der geplanten 60 Aussteller, wurden es am Ende sogar 70 Teilnehmer. Bei der letzten Präsenzveranstaltung im Jahr 2019 waren es noch 40 regionale Unternehmen gewesen, die sich präsentierten.

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