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Neuer Streetworker in Penzberg: Matthias Hecht (26) ist unterwegs

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Von: Andreas Baar

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Matthias Hecht ist neuer Streetworker in Penzberg. © Andreas Baar

Penzberg – In Penzberg ist ein neuer Streetworker auf den Straßen unterwegs: Matthias Hecht (26) hat die Aufgabe für die Brücke Oberland übernommen.

Die Streetwork in Penzberg ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eng mit Bettina Alsters verknüpft. Die diplomierte Pädagogin war bis vor zwei Jahren für die Brücke Oberland unterwegs, war die erste im Landkreis Weilheim-Schongau gewesen. Seit August 2020 bietet Alsters im Auftrag der Stadt niedrigschwellige Beratung von Jugendlichen und Kindern in Penzberg an. Die Stelle der Streetworkerin konnte der Verein Brücke Oberland nach zwei Jahren erfolgloser Suche heuer zum 1. April endlich neu besetzen: Mara Kochendorf wurde eingestellt. Doch diese beendete bereit zum 31. Mai ihre Tätigkeit – aus persönlichen und zeitlichen Gründen neben dem Studium, wie es im jüngsten Sozialausschuss seitens der Stadtverwaltung hieß. In der Sitzung am vergangenen Mittwoch stellte sich der Nachfolger vor.

Bis zu zwölf Stunden wöchentlich

Matthias Hecht aus Kochel, 26 Jahre und Student der sozialen Arbeit in Benediktbeuern, hat mit seiner der mobilen und aufsuchenden Streetwork-Tätigkeit Anfang September begonnen. Der gebürtige Tutzinger steht im Stadtgebiet mit einem wöchentlichen Stundenkontingent von bis zu zwölf Stunden für die Jugendlichen zur Verfügung. Abgegrenzt davon gibt es seit August Bettina Alsters mit ihren zehn Fachleistungsstunden pro Woche.

Kontakt zu Schulen aufnehmen

„Es gibt viel zu tun“, erläuterte Matthias Hecht im Sozialausschuss. Er mache „sehr schöne, sehr offene Erfahrungen“, lautete sein erstes Fazit mit seinem neuen Arbeitsumfeld. Er werde viel Kontakt mit den örtlichen Schulen aufnehmen, kündigte er an. Und vor allem zu Jugendlichen, „wenn ich auf der Straße unterwegs bin“. Zudem will der neue Streetworker drei bis vier Erfahrungsberichte jährlich verfassen, die an das Rathaus und die politischen Gremien gehen.

Brücke seit 1984 als Verein aktiv

Die Brücke Oberland gibt es seit 1984 als gemeinnützigen Verein und freien Träger für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Rund 80 Mitarbeiter werden nach eigenen Angaben gezählt. Das Penzberger Angebot passt gut rein: „Streetwork beschäftigt uns stark“, erklärte Vorstand Tobias Bihlmaier im Sozialausschuss.

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