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Tempo 30 soll nach dem Wunsch der Grünen auf vielen Straßen in Penzberg gelten.

Antrag im Stadtrat

Penzberg: Grüne fordern Tempo 30 in der Stadt - für fast alle Straßen

  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
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Penzberg - Runter vom Gas: Die Grünen-Stadträte in Penzberg fordern Tempo 30 - und zwar fast in der ganzen Stadt.

Eine Tempobeschränkung auf 30 km/h wird immer wieder in den politischen Gremien Penzbergs diskutiert. Gerade der Innenstadtbereich aber auch Wohnstraße geraten in das Visier von Befürwortern. Doch bislang tat sich nicht viel. Seitens der Verwaltung wurde auch immer wieder auf ein künftiges Gesamtmobilitätskonzept verwiesen. Zuletzt wurde im April ein Großversuch still und leise beerdigt. Im Oktober 2020 waren an der Seeshaupter Straße – im Bereich des Seniorenzentrums Steigenberger Hof und der Montessorischule waren Tempo 30-Schilder aufgestellt worden. Hintergrund war ein Antrag von Penzberg Miteinander. In der Folgezeit gab es dort Kontrollen, viele Temposünder wurden erwischt. Die Kritik nahm zu. Am Ende zogen Landratsamt und Stadt die Reißleine: Die Schilder verschwanden wieder.

Über den Verkehr an der Bahnhofstraße in Penzberg wird seit Jahren kontrovers diskutiert.

Jetzt starten die Grünen einen neuen Vorstoß. Die Stadtratsfraktion hat dafür einen Antrag im Rathaus eingereicht. Kernaussage: Die Stadt soll die Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h gleich in einem Paket für mehrere Gebieten anstreben. Aufgelistet werden: alle Straßen reiner und allgemeiner Wohngebiete, ausgenommen Sammelstraßen und übergeordneter Straßen; Straßenabschnitten die unmittelbar an Einrichtungen für Senioren, Jugendlichen und Kindern angrenzen; alle Sammelstraßen in reinen und allgemeinen Wohngebieten; Hauptgeschäftsstraßen (Bahnhofstraße, Karlstraße) und vor allem „innerorts im gesamten Stadtgebiet“, wie abschließend heißt.

Tempo 40 beim Rest

Damit nicht genug: Ergänzend wollen die Grünen auf allen Straßenabschnitten, bei denen nicht Tempo 30 gelten soll, eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h. Zudem soll auf größeren Straßen, insbesondere den Staatsstraßen, „die Geschwindigkeitsbegrenzung ebenfalls durch eine Fahrbahnmarkierung gekennzeichnet werden“.

Gesundheit und Sicherheit

Begründet wird der Antrag – unterzeichnet von den vier Grünen-Stadträten Kerstin Engel, Katharina von Platen, John-Christian Eilert und Sebastian Fügener – unter anderem mit Klimaschutz, Verkehrssicherheit und Gesundheit. Dies sei gegenüber einer „höheren Maximalgeschwindigkeit“ abzuwägen. Man sei der Auffassung, „dass die Gesundheit und das Leben unserer Mitmenschen bedeutend höher einzuschätzen sind als ein marginaler Zeitgewinn“, so die Fraktion. Durch den Antrag würden keine direkten zusätzlichen Kosten im Haushalt entstehen, so die Grünen.

Quelle: DasGelbeBlatt

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