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Keine Fahrgeschäfte, aber Süßigkeiten und ein überdachter Biergarten: Auf der Penzberger Berghalde ist heuer alles anderes als sonst.

Erster Tag der Volksfest-Alternative

Penzberg: „Plan B“ läuft auf der Berghalde - allerdings abgespeckt

  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
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Penzberg - Das Penzberger Volksfest ist gestartet. Allerdings nicht unter diesem Namen und mit besonderen Corona-Regeln. Und es gibt keine Fahrgeschäfte.

Um Punkt 18.38 Uhr wurde am Freitag (3. September) auf der Penzberger Berghalde „Plan B“, die Alternative zum traditionellen Volksfest, mit kurzen Ansprachen und unter musikalischer Begleitung mit einem lautstarken „Prosit“ willkommen geheißen. Während Bürgermeister Stefan Korpan die Gäste im überdachten Biergarten begrüßte und vor allem dem Festwirte-Ehepaar Claudia (für sie gab es einen Blumenstrauß) und Christian Fahrenschon für ihr Engagement dankte, musste der Wirt sichtlich mit seinen Emotionen kämpfen.

Am Eingang zum Biergarten im geöffneten Zelt werden die 3G-Regeln kontrolliert.

Christian Fahrenschon machte deutlich, wie sehr die Corona-Zeit und der Kampf mit den Behörden an den Nerven zehrt. Die Penzberger Veranstaltung sei auch ein Zeichen für einen Weg zurück in ein bisserl normaleres Leben, hofft der Wirt. Rathauschef Korpan („Volksfest dürfen wir es ja nicht nennen“) sprach von einem „Pop-up-Festival“ samt Biergarten, das noch bis 12. September in Penzberg läuft. Der Bürgermeister dankte ausdrücklich den beteiligten Mitarbeitern seiner Verwaltung und im Bauhof für den Einsatz der vergangenen Tage. Der 2020 gewählte Korpan musste allerdings erneut - im vergangenen Jahr war das Volksfest der Pandemie zum Opfer gefallen - auf das übliche Anzapfen des ersten Fasses Augustiner-Bieres verzichten. Auch auf den Festzug zur Berghalde und den Freibierausschank auf dem Stadtplatz hatte die Stadt wegen der Corona-Situation verzichten müssen. Dafür sind einige Gäste angereist: Eine 50-köpfige Delegation aus der Partnerstadt Ahlen hat sich extra auf den Weg nach Oberbayern gemacht.

Ein Kinderkarussell ist geblieben.

Fahrgeschäfte wieder abgebaut

Festwirt Fahrenschon hatte allerdings im Vorfeld sein Angebot erheblich abspecken müssen. Wegen der strengen Auflagen, gerade für die Zahl des Security-Personals, hatte der Festwirt nach einigem Hickhack mit den Behörden die eigentlich vorgesehenen Fahrgeschäfte wieder abbauen lassen. So sucht man den Autoscooter vergebens. Lediglich ein Kinderkarussell ist auf der Berghalde geblieben, ebenso Stände mit Süßigkeiten.

Der Festwirt hat auf der Penzberger Berghalde eigens eine Corona-Teststation aufbauen lassen.

Corona-Tests auf der Berghalde

Dafür gibt es eine eigens vom Wirt eingerichtete Corona-Teststation. Ansonsten brauchten die Besucher am ersten Tag ein wenig Geduld: Die Sicherheitskräfte kontrollierten am Eingang zum Biergarten Impf- und Testzertifikate der Besucher sowie die digitale Kontaktregistrierung zum Beispiel über die Luca-App.

Quelle: DasGelbeBlatt

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