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Auswärts in Mainz: Die Penzberger Futsaler feiern ihr Tor zum 0:2-Halbzeitstand.

Wunderwaffe aus Wuppertal

Penzbergs Futsaler holen vor Bundestrainer Loosveld einen Punkt in Mainz

  • Max Müller
    VonMax Müller
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Penzberg – Nach dem 6:4-Erfolg gegen die Wakka Eagles Hamburg stand vergangenen Samstag der zweite Bundesliga-Spieltag für die FCP-Futsaler gegen Mainz an.

Mit der TSG 1846 Mainz-Bretzenheim hatten die Hallenkicker des FC Penzberg noch eine Rechnung von der Deutschen Meisterschaft offen. 6:2 für Mainz lautete der Spielstand an einem heißen Junitag in der Sportschule Wedau. Penzberg war damit aus der Deutschen Meisterschaft ausgeschieden. Doch man sieht sich ja bekanntlich öfter im Leben.

Vielen Spielern hast du schon bei der Zugfahrt angemerkt, dass sie angeschlagen sind.

Marco Hiry (FCP-Futsaler)

Am vergangenen Samstag (11. September) ging es für die Wölfe zur Bundesliga-Auswärtsfahrt nach Mainz. „Vielen Spielern hast du schon bei der Zugfahrt angemerkt, dass sie angeschlagen sind“, berichtete Marco Hiry von den FCP-Futsalern. Die meisten Kicker standen bereits am Vortag auf dem Fußballplatz – bloß eben auf dem Rasen.

Wunderwaffe in Wuppertal gefunden

Während der Anreise stieß noch der Murnauer Manuel Pratz spontan zum Team. Dieser war arbeitstechnisch in Wuppertal unterwegs und hatte natürlich für alle Fälle auch seine Futsal-Ausrüstung dabei. Kapitän Maxi Kalus hatte sich am Vortag im Spiel gegen Hertha München verletzt und fiel für das Bundesliga-Duell aus.

In Mainz fanden die Wölfe eine überaus gastfreundliche Heimmannschaft vor und Futsal-Nationaltrainer Marcel Loosveld sowie Nationalkeeper Philipp Pless (TSV Weilimdorf), die sich das Spiel nicht entgehen lassen wollten.

Starker Beginn, schwaches Ende

In den ersten zehn Minuten sahen die Zuschauer ein gutes Futsal-Match. Penzberg ging nach sechs Minuten 0:1 in Führung. Auf eine sauber ausgespielte Passstafette folgte ein Distanzschuss von Marco Hiry. Der Abschluss landete im Gesicht eines Mainzer Verteidigers und ging von dort ins Tor. Beide Teams pressten hoch und versuchten Fehler im Spielaufbau zu erzwingen. Die FCP-Futsaler verfielen in alte Muster und vergaben einige Großchancen. Samir Azizi, Milad Khojestah und Manuel Pratz vergaben frei vorm Mainzer Keeper. Letzterer überzeugte jedoch über die gesamte Spiellänge mit einer bärenstarken Leistung. Pratz holte in der ersten Halbzeit viele Freistöße für die Wölfe heraus und zeigte effektive Dribblings.

Das 0:2 für Penzberg machte Akif Abasikeles. Bei einem Einkick in der eigenen Hälfte schob Mainz wieder hoch drauf. Hiry konnte den Druck durch einen Lupfer verpuffen lassen und auf einmal lief das halbe Wolfsrudel auf das Mainzer Tor zu. Azizi spielte auf Abasikeles – dieser vollendete mit der Hacke. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zum offenen Schlagabtausch. Penzberg stand nach vier Minuten bereits bei vier Teamfouls und vier Gelben Karten. In der Folge mussten die FCP-Futsaler passiver agieren. Zusätzlich machte sich die lange Reise und die Doppelbelastung bemerkbar.

Verep geht am Bahnhof verloren

Nach einer Eckenvariante sah FC-Keeper Christian Utmälleki nicht gut aus: 1:2 und der Anschlusstreffer für Mainz. Danach hielt Utmälleki sein Team aber mit drei überragenden Paraden im Spiel. Penzberg spielte wie bereits bei der Deutschen Meisterschaft die eigenen Kontersituationen schlecht aus. „Am Schluss waren wir einfach zu platt“, betonte Marco Hiry. Die logische Konsequenz war das 2:2 für Mainz. Dabei blieb es auch.

Auf der Heimreise ging der erste Bundesliga-Torschütze der Penzberger, Fazlican Verep, am Bahnhof in Neu-Ulm verloren. Wegen einem spontanen Getränkekauf verpasste er den Zug nach München. Verep kam jedoch um vier Uhr morgens sicher in Penzberg an.

Quelle: DasGelbeBlatt

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