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Polizeieinsatz in Weilheim: Verwirrter ist bewaffnet und droht mit Suizid

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Von: Andreas Baar

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Polizei-Symbolbild
Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot in Weilheim an (Symbolbild). © Patrick Seeger/dpa

Region - Ein geistig Verwirrter (47) sorgte in Weilheim für einen Polizeieinsatz. Der Bewaffnete drohte mit Suizid. Eine Spezialeinheit nahm in fest.

Zu dem Polizeieinsatz kam es am Samstag (8. Januar) an der Giesingerstraße in Weilheim. Ab 17.30 Uhr rief der 47-jährige wiederholt per Notruf bei der Polizeieinsatzzentrale und bei der Integrierten Leitstelle an. „Aus den Gesprächsverläufen heraus musste davon ausgegangen werden, dass sich der Anrufer in einer psychischen Ausnahmesituation befand“, so Pressesprecher Martin Emig vom Polizeipräsidium in Rosenheim. In einem weiteren Anruf bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kündigte der 47-Jährige seinen Suizid an. „Außerdem ergaben sich Hinweise auf eine Bewaffnung mit einer Schusswaffe“, so Polizeisprecher Emig. Eine konkrete Gefahr für die unmittelbare Umgebung des Mannes sei nicht auszuschließen gewesen.

Großaufgebot rückte an

Ein Großaufgebot von Einsatzkräften der Polizei und des Rettungsdiensts wurde daraufhin zur Wohnanschrift des Manns alarmiert. Erste Erkenntnisse der Polizei bestätigten den Waffenbesitz des 47-Jährigen, der sich in seiner Wohnung eingesperrt hatte. Die übrigen Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Giesingerstraße wurden durch die Polizei evakuiert und vom Roten Kreuz betreut. Eine Spezialeinheit des Polizeipräsidiums München sowie speziell in der Kommunikation geschulte Kräfte der Verhandlungsgruppe wurden zur Unterstützung angefordert. Der Einsatzort wurde großräumig abgesperrt.

Wohl Betäubungsmittel genommen

Gegen 20.15 Uhr verschafften sich die Spezialeinheiten in einer günstigen Gelegenheit Zutritt zur Wohnung des Manns. Der 47-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen. Der Mann war mit einer Schreckschusswaffe bewaffnet und stand laut Polizei „offensichtlich unter erheblichem Einfluss von Betäubungsmitteln“. Der 47-Jährige blieb bei der Festnahme unverletzt, befand sich zwischenzeitlich aber offenbar aufgrund des Betäubungsmittelkonsums auch medizinisch in schlechter Verfassung. Nach kurzer ärztlicher Erstversorgung wurde er zur weiteren Behandlung in einer Fachklinik untergebracht. Die übrigen Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten nach dem Ende des Polizeieinsatzes in ihre Wohnungen zurückkehren.

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