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Stadt Penzberg fördert private Balkonkraftwerke und PV-Anlagen

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Von: Andreas Baar

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Die Stadt fördert 2022 auch Balkonkraftwerke (Symbolbild). © anatoliy_gleb/panthermedia

Penzberg – Die Stadt Penzberg fördert ab 1. Januar private Balkonkraftwerke und PV-Anlagen. 30.000 Euro stehen für ein Probejahr im Haushalt bereit.

Hintergrund der Penzberger Photovoltaik-Initiative war ein Antrag der Grünen-Stadtratsfraktion gewesen. Diese wollte eine finanzielle Förderung von Mini-Solarkraftwerken – was der Stadtrat im Oktober auch so absegnete. Damals wurde allerdings auch ein alter BfP-Wunsch nach einer umfassenden kommunalen Förderung von PV-Anlagen als Ergänzung wieder aus der Schublade geholt. Das Gesamtpaket passierte nun einstimmig den Stadtrat: Ab 1. Januar 2022 werden Photovoltaik-Anlagen, Balkonkraftwerke und PV-Speicher gefördert.

In den Genuss der Finanzspritzen kommen jedoch nur private Antragsteller. Gewerbliche Großanlagen werden nicht bezuschusst, wie Carl-Christian Zimmermann, Leiter der Umwelt- und Klimaschutzabteilung im Rathaus, erklärte. „Zwei Anträge mit Großanlagen und wir hätten kein Geld mehr“, sagte er mit Blick auf die 30.000 Euro, die für heuer im Haushalt bereitstehen.

Ein Jahr auf Probe

Das Förderprogramm ist für ein Jahr auf Probe angesetzt. Unterstützt werden im Stadtgebiet Balkonkraftwerke mit 300 Watt Peak (Zuschuss von 75 Euro pauschal) bis maximal 600 Watt Peak (100 Euro pauschal). Darüber hinaus gibt es Geld für PV-Dachanlagen bis zehn Kilowatt Peak (100 pro Kilowatt Peak, maximal 1000 Euro) und auch PV-Speicher (50 Euro pro Kilowattstunde, maximal 500 Euro).

Infos

Infos zur Förderung auf gibt es online. Fragen beantwortet Karl Schwarzbeck von der Abteilung Klima- und Umweltschutz (Telefon 08856/813-551 oder E-Mail an karl.schwarzbeck@penzberg.de).

Andere Kommunen haben solche Förderungen bereits im Angebot. „Wir erfinden das Rad nicht neu“, räumte Zimmermann ein. Überhaupt sei der Arbeitsaufwand für die Verwaltung „sehr überschaubar“. Im Stadtrat erntete das Vorhaben allgemeine Zustimmung. Der Beschluss fiel einstimmig. Aleksandar Trifunovic (CSU) würdigte das Gesamtpaket, weil sich so nicht verzettelt werde. Adrian Leinweber (SPD) unterstützte die Förderung, bemängelte aber „zu viel Bürokratismus“. Katharina von Platen (Grünen) mahnte, dass Energieprojekt nicht gleich zu zerreden. Man solle „das Ding einfach mal aufs Gleis stellen“ und schauen, wie es läuft.

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