1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. DasGelbeBlatt

„Stadtradeln“ in Penzberg: 505 Teilnehmer, über 100.000 Kilometer

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sandra Gerbich

Kommentare

stadtradeln ehrung penzberg umwelt rathaus stadtplatz
Ambitionierte Stadtradler: (v.l.) Einzelsieger Gerhard Niemeier, Martina Oswald, Carmen von Drachenfels und Ernst-Otto von Drachenfels (Team NutriDual), Teamsiegerin Wally Karl, Angela von Drachenfels (Nutri Dual), Teamsieger Gottfried Karl und Daniel Pavlovic (NutriDual) sowie Andreas Wowra (Abteilung Umwelt- und Klimaschutz) und Bürgermeister Stefan Korpan. © Sandra Gerbich

Penzberg – Die Penzberger haben beim „Stadtradeln“ neue Rekorde aufgestellt. Und das in mehrfacher Hinsicht: 595 Teilnehmer radelten 100.039 Kilometer.

Von erstaunlichen Zahlen sprach Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) bei der Siegerehrung vor dem Rathaus. Dieses Jahr habe in allen Bereichen die Leistungen der Vorjahre getoppt. „Beim Wettbewerb geht es nicht nur um Spaß und Gesundheit, sondern vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen“, erklärte der Rathauschef. Man könne immer mehr Leute bewegen, das Rad zu benutzen, was wichtig bezüglich des CO2-Ausstoßes und des Klimawandels sei. „Man sieht, dass man aufs Auto verzichten kann – es braucht nur einen Schubs.“

Dass diese Motivation ziehe, zeige sich laut Korpan in den neuen Rekordzahlen: 595 Radler fuhren den drei „Stadtradeln“-Wochen insgesamt 100.039 Kilometer. „Damit haben sie rechnerisch 15 Tonnen CO2 vermieden.“ Durch Nachmeldungen erhöhte sich die Zahl nach der Siegerehrung sogar noch auf 597 Radler und 102.008 Kilometer. Insgesamt gingen in Penzberg 36 Teams an den Start. Im vergangenen Jahr waren 460 Pedalisten mit dabei, die es auf 90.254 Kilometer brachten.

Gymnasium spitze im Kreis

Das mit Abstand größte Team stellte das Penzberger Gymnasium: Laut Korpan machten 329 Schüler und Lehrer mit. Zusammen radelten sie 33.688 Kilometer. Mit diesem Wert wurde die Mannschaft des Gymnasiums sogar Sieger beim Schulradel-Wettbewerb im Landkreis Weilheim-Schongau. Dieser Wettbewerb fand parallel zum „Stadtradeln“ statt. Bereits zum vierten Mal gab es den dreiwöchigen Schulradel-Wettbewerb im Landkreis. 2019 hatte er mit einer Gesamtfahrleistung von 87.481 Kilometern begonnen. Heuer brachten es die Radler auf 139 284 Kilometer. Die mehr als 1000 Schüler kamen damit – im Vergleich zur Benutzung eines Autos – auf eine CO2-Vermeidung von 21,5 Tonnen.

Mit dem Pro-Kopf-Wert von 1145 Kilometern schaffte es das Ehepaar Karl auf den ersten Platz in der Teamwertung. Hatte Wally Karl vor zwei Jahren sogar den ersten Platz in der Einzelwertung erhalten, gewann sie diesmal mit ihrem Ehemann Gottfried Karl als Team der „Spätberufenen“. Die 76-Jährige sei die eigentliche passionierte Radlerin, verrät der 84-jährige Gatte. „Bei uns ist es so schön zum Radfahren“, so Wally Karl. Die Wege ideal, immer wieder Möglichkeiten einzukehren. Damit brachten sie es gemeinsam auf stolze 2289 Kilometer, „wobei Wally mit 1774 Kilometern den größten Anteil hat“, überlässt der Ehemann seiner Frau den Vortritt.

stadtradeln gewinner penzberg
Mit dem Pro-Kopf-Wert von 1145 Kilometern schafften es Wally und Gottfried Karl auf Platz eins in der Teamwertung. © Sandra Gerbich

Wolfgang Sacher belegte wieder den ersten Platz in der Einzelwertung. Er konnte jedoch bei der Siegerehrung nicht teilnehmen. Sacher initiierte 2015 die Beteiligung Penzbergs am „Stadtradeln“ und fuhr diesmal 2412 Kilometer.

Immer mehr Umwege

Auf den zweiten Platz der Einzelwertung schaffte es Gerhard Niemeier, selbst leidenschaftlicher Radsportler. Der 52-Jährige fuhr anfangs immer nur von Haunshofen bei Tutzing nach Penzberg mit dem Rad in die Arbeit. „Gegen Ende hin habe ich dann immer mehr Umwege gemacht“, erzählt Niemeier. Zum Schluss hätte ihn sein Arbeitsweg über Murnaus nach Penzberg geführt. So sei er auf stolze 2219 Kilometer gekommen. Niemeier war erst zwei Wochen vor Wettbewerbsbeginn vom Team NutriDeal „geworben“ worden. „Die brauchten einfach noch einen Fahrer.“

Zu diesem Team gehörten neben Sacher auch die Drittplatzierte der Einzelwertung, Carmen von Drachenfels (2069 Kilometer). Das Penzberger Unternehmen hatte 31 Radler ins Rennen geschickt. Zusammen radelten sie 19.839 Kilometer, was ihnen – pro Kopf sind es rund 640 Kilometer – den zweiten Platz der Teamwertung einbrachte. Zudem spendete das Unternehmen für jeden gefahrenen „Stadtradeln“-Kilometer einen Euro an die örtlichen Blaulichtorganisationen.

Auch interessant

Kommentare