Ein Baum der vom Sturm entwurzelt wurde.
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Viele gesunde Bäume im Landkreis Weilheim-Schongau fielen den Stürmen zum Opfer.

Ersatz muss her

Sturmschäden: Bund Naturschutz fordert neue Bäume

  • Max Müller
    VonMax Müller
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Penzberg – Nachdem ein Gewittersturm im Juli eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatte, sollen nun neue Bäume gepflanzt werden.

Das fordert die Penzberger Ortsgruppe des Bund Naturschutzes. Die Folgen des Unwetters waren gravierend: Bei Eglfing kam ein Jäger ums Leben, in Habach fiel ein Baum in eine Kapelle, Eglfing selbst wurde von einer dicken Hagelschicht überzogen und die B472 bei Habach sowie die B2 waren wegen entwurzelter Bäume gesperrt. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Viele standfeste und gesunde Laubbäume wie Eichen wurden samt Wurzelteller aus der Erde gerissen. Wie viele es waren, ist laut BN-Ortsvorsitzender Hannelore Jaresch schwer einzuschätzen: „Viele Bäume an der B472 bei Habach wurden bei den Stürmen entwurzelt, aber einige Schäden entstanden auf Privatgrundstücken. Schwer abzuschätzen, wie viele es insgesamt waren.“ Die Vorsitzende der Penzberger Ortsgruppe appelliert nun an die Behörden im Landkreis, das Staatliche Bauamt, die Kommunen und auch an private Grundstücksbesitzer: Es sollen möglichst schnell neue Bäume gepflanzt werden.

Über 50 Bäume in Habach entwurzelt

Habachs Bürgermeister Michael Stobl konnte nach dem Unwetter nur den Kopf schütteln: „Das war schon krass.“ Laut Strobl wurden rund um Habach über 50 Bäume entwurzelt – darunter auch 200 Jahre alte Exemplare. Die Pläne zur Nachpflanzung sind bereits gemacht. Noch heuer sollen neue Bäume gesetzt werden, vor allem im Bereich der B472. Bei einigen Privatgrundstücken sieht der Rathauschef das Nachpflanzen jedoch kritisch: „Die Landwirtschaft geht zurück. Es wird heutzutage viel von externen gemäht, da wollen sich die Leute keinen Baum mitten ins Grundstück setzen.“

Quelle: DasGelbeBlatt

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