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Traditionspflege mit Hut: „D‘Huadara“ in Penzberg feiern ihr 60-Jähriges

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Von: Andreas Baar

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Dank für Treue: (v.l.) Ludwig Brettner, Thomas Schmid, Hans Mummert, Vorsitzender Ludwig Schmuck, 2. Vorsitzender Hans Glenz, Sepp Schwendner, Martin Barth, Max Josef Lippl, Hermann Gaugele, Günther Pöll und Martin Schmuck. © Verein

Penzberg - Der Penzberger Hut- und Spielhahnfederclub „D`Huadara“ begeht heuer sein 60-Jähriges. Der Verein pflegt das Brauchtum und gehört zum Stadtleben dazu.

Es war an jenem Vatertag eine fröhliche Herrenpartie gewesen. Ziel war der Oberhausener Ortsteil Berg, wo die Besucher die Vertreter des dortigen Hut-Clubs kennenlernten. Derart angetan von deren Art der Brauchtumspflege gründeten die Penzberger am 11. Mai 1961 in der „Schönen Aussicht“ in Reindl ihren eigenen Hut- und Spielhahnfederclub. Der Verein „D‘Huadara“ war geboren. Zum ersten Vorsitzenden wurde damals Sepp Probst gewählt.

Derzeit 45 Mitglieder

Mit 32 Begeisterten gestartet, zählt der Verein heuer 45 Mitglieder, wie Vorsitzender Ludwig Schmuck aufzählt. Schmuck ist selbst ein Urgestein, seit fünf Jahrzehnten dabei und seit 2013 an der Spitze der „Huadara“. Seit 1961 hat sich der Verein immer wieder im Stadtleben eingebracht und viel für die Bewahrung der Penzberger Historie getan. Und das Ganze „bei Vermeidung jeglicher Vereinsmeierei“, wie Schmuck zufrieden bilanziert. Der Vorsitzende bekräftigt: Heute ist der Verein „ein fester Bestandteil im gesellschaftlichen und kulturellen Leben“ der Stadt. Schmuck erinnert auch daran, dass der Hut-Club das Maibaum-Aufstellen im Stadtteil Reindl und vor der Stadthalle wiederbelebte. Auch an diversen Stadtfesten wurde sich natürlich beteiligt. In der Liste der Aktivitäten dürfen die Faschingsbälle und Umzüge nicht fehlen, die zusammen mit dem Penzberger Verein der „Jungritter“ stattfanden.

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Ein Projekt der „Huadara“: Der Ortsteilstein in Penzberg-Steigenberg. © Andreas Baar

Eine große und öffentlichkeitswirksame Aktion war das Aufstellen der Ortsteilsteine gewesen – die Exemplare wurden auf zentralen Plätzen in Reindl, Heinz, Wölfl, Maxkron, Steigenberg und Kirnberg errichtet. Die Initiative dazu war von Ehrenvorstand Sepp Probst (verstorben 2017) ausgegangen. Im Jahr 2018 wurde zum 100-Jährigen der Kohleförderung in Penzberg beim Roche-Haupteingang im Nonnenwald ein Förderturm-Modell des einstigen Nonnenwaldschachts aufgestellt. Eine Aktion, die im Nachgang übrigens ob der Zuständigkeiten zu einiger Verstimmung mit dem örtlichen Bergknappenverein geführt hatte.

Ehrungen bei den „Huadara“

Für das Jahr 2020:

20 Jahre: Thomas Schmid, Georg Probst und Günther Pöll.

15 Jahre: Rüdiger Sobotta.

10 Jahre: Hermann Gaugele, Rainer Mang, Peter Neuchl, Matthias Schmuck, Martin Schmuck.

Für das Jahr 2021:

50 Jahre: Ludwig Schmuck.

40 Jahre: Altbürgermeister Kurt Wessner.

25 Jahre: Martin Barth, Ludwig Brettner und Altbürgermeister Hans Mummert.

20 Jahre: Max Josef Lippl und Franz Wagner.

15 Jahre: Josef Schwendner und Anton Widmayer.

Der Hut-Club feierte nun seinen runden Geburtstag. Mit dabei war eine Abordnung der „Huadara“ aus Berg, mit denen damals alles angefangen hatte. Nach einem Besuch der Gräber der zuletzt verstorbenen Mitglieder ging es hoch auf die Berghalde. Dort wurde eine Andacht an der Barbarakapelle mit Diakon Georg Meingl und mit musikalischer Zither-Begleitung von Alois Ambrugger gefeiert. Im Vereinslokal „Koinschaufe“ traf man sich dann zum Festabend. Vorsitzender Schmuck durfte dabei insgesamt 17 Kameraden ehren – er selbst bekam von seinem Vize Hans Glenz ebenfalls eine Urkunde überreicht.

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