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Zugunglück bei Burgrain: Mittlerweile fünf Todesopfer - Umleitungen bleiben

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Von: Andreas Baar

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Ein Luftbild zeigt das Ausmaß des Zugunglücks in Burgrain bei Garmisch-Partenkirchen
Der Zug war unweit der B2 bei Burgrain entgleist. © ADAC Luftrettung/dpa

Region - Die Zahl der Todesopfer bei dem schweren Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen am Freitag (3. Juni) hat sich auf fünf erhöht. Es gab 44 Verletzte.

Zu dem Unfall war es am Freitag gegen 12.15 Uhr auf der eingleisigen Bahnstrecke Garmisch-Partenkirchen-Oberau auf Höhe Burgrain gekommen. Ein Regionalzug war entgleist. Drei Wagons stürzten außerhalb der Gleise um. Der Triebwagen und zwei Wagons blieben aufrecht im Gleisbett stehen. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden bei dem Unglück fünf Personen getötet und 44 Personen verletzt, teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd aktuell mit. Die Kriminalpolizei Weilheim hat unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Die Bergungsmaßnahmen laufen weiterhin auf Hochtouren.

Identitäten noch unklar

Im Zuge der Bergungsarbeiten am Samstag (4. Juni) wurde ein weiteres Opfer unter den Trümmern des Zug entdeckt, so Polizeipressesprecher Alexander Huber. „Bei vier der Opfer handelt es sich gesichert um weibliche Personen“, so Huber. Zu den Identitäten gebe es bislang noch keine Erkenntnisse, „die kriminalpolizeilichen Untersuchungen hierzu gestalten sich nach wie vor schwierig“. Für die endgültige Bergung des Zuges werden laut Polizei voraussichtlich mehrere Tage notwendig sein. Die entgleiste Zug-Garnitur muss mit speziellen Bergekräne geborgen werden. Trotz Starkregens liefen die Arbeiten an der Unglücksstelle auch über die Nacht mit Bagger und Luftkissen auf Hochtouren weiter.

„Soko Zug“ ermittelt

Zur Klärung des genauen Hergangs wurde bei der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II eine Sonderkommission eingerichtet. Die Ermittler der „Soko Zug“ werden vom Eisenbahnbundesamt und der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung unterstützt. Des Weiteren hat die Staatsanwaltschaft unabhängig davon einen externen Gutachter zur Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens beauftragt.

Verkehr wird umgeleitet

Verkehrsteilnehmer müssen weiter mit Behinderungen in der Region rechnen. Nach Absprache zwischen dem Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, dem Staatlichen Bauamt Weilheim und der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen wurden folgende Umleitungen für das Wochenende aufgrund der Bergungsarbeiten festgelegt:

• Der Fernverkehr auf der A 95 wird an der Autobahnanschlussstelle Sindelsdorf ausgeleitet. Eine Umleitung steht.
• Ab Samstag (4. Juni) wird der Verkehr aus Fahrtrichtung Augsburg von der B17 über Kurzenried/Steingaden nach Füssen in Fahrtrichtung Fernpass umgeleitet.
• Der Verkehr aus Fahrtrichtung Mittenwald/Innsbruck wird bei Krün in Richtung B 11 über Wallgau, Walchensee und Kochel abgeleitet.
• Die Zufahrt zu den Passionsspielen in Oberammergau bleibt laut Polizei aus allen Fahrtrichtungen möglich.

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