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Die Maske fällt: Dieses Bild ist eines der beiden Gewinnerbilder. 

„Der Landkreis Weilheim-Schongau funkt Schleife“

Mit Leichtigkeit über ein schweres Thema

Weilheim - Zwei Schongauer Berufsfachschulklassen gewinnen mit ihren Fotos den Wettbewerb über Aids. Jetzt war die Preisverleihung.

Preise für die Erstplazierten: (v.l.) Dr. Karl Breu (Leiter Gesundheitsamt), Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Madeleine Sendl (Berufsfachschule für Kinderpflege), Albert Doluk und Matthias Wallner (beide Berufsfachschule für Sozialpflege) sowie Christina Huber und Nina Striegler vom Gesundheitsamt.

 Auf dem Foto ist ein Mädchen zu sehen, das eine weiße Maske vom Gesicht nimmt, auf ihre Wange ist eine Aidsschleife aufgemalt. Auf ihrer Schulter ruhen Hände – ein Symbolbild, das die Solidarität mit HIV-positiven Menschen ausdrücken soll, die die „Maske fallen lassen“.

Das Bild ist eines der beiden Gewinnerfotos der Kreativ-Aktion „Der Landkreis Weilheim-Schongau funkt Schleife“. Eine Aktion, die das Gesundheitsamt in Kooperation mit dem Weilheimer Tagblatt und dem Penzberger Merkur im Rahmen des „Welt-Aids-Tages“ am 1. Dezember startete.

„Die Arbeiten haben uns sehr beeindruckt“, sagte Christina Huber vom Gesundheitsamt bei der Preisverleihung in der Bar „Sonnendeck“. Der Fokus des Wettbewerbs lag auf jungen Menschen, die das Thema „Aids“ diesmal in digitaler Form in die Welt „funken“ sollten. Zwei Schongauer Kllassen hatten je ein Foto eingereicht. Das Masken-Motiv stammt von der 11. Klasse der Berufsfachschule für Sozialpflege, das andere von der Berufsfachschule für Kinderpflege. Landrätin Andrea Jochner-Weiß vergab an jede 110 Euro Preisgeld.

Auch wenn nur zwei Arbeiten die Jury erreichten – die 42 Schüler seien ein großer Multiplikator für das Thema, sagte Petra Regauer vom Gesundheitsamt. Das zweite Gewinner-Foto zeigt Jugendliche, die bunte Luftballone gen Himmel steigen lassen. Vor ihnen ist eine Decke ausgebreitet, auf der eine Aids-Schleife und Spielsachen liegen. Die Luftballone stehen für die Leichtigkeit, die ein am HIV-Virus erkrankter Mensch haben sollte, erklärte Madeleine Sendl. Sie ist eine Schülerin der 11. Klasse der Berufsfachschule für Kinderpflege, die das Bild eingereicht haben.

Die Schüler verkörpern den „Zwischenraum“, der nach einer unbeschwerten Kindheit und vor dem Himmel kommt, erklärt Sendl. Eine Zeit, die ein Erkrankter genauso genießen solle.

Denn, wie der Leiter des Gesundheitsamts Dr. Karl Breu am Abend mitteilte, die Krankheit sei inzwischen relativ gut in den Griff zu bekommen – dank Medikamente und deren besserer Zugänglichkeit auch in afrikanischen Ländern. Dies habe nun erstmals dazu geführt, dass die Zahl der am HIV-Virus Verstorbenen gesunken ist. Der informative Abend klang im wahrsten Sinne des Wortes mit der Weilheimer Band „Tiny Tim“ aus. Und für den Nachhauseweg gab es frische Brezen für die Besucher – in Schleifenform. 

jum

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