Im Berufsverkehr

Bahn-Chaos geht weiter: Drei Züge liegen geblieben

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Weilheim - Am Montag hat es auf der Strecke Garmisch-Partenkirchen - München wieder Verspätungen im Pendlerverkehr gegeben. Insgesamt sind drei Züge auf der Strecke zwischen München und Weilheim liegengeblieben.

Die zweite Woche nach dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn begann wieder mit einem Ärgernis für die Pendler. Um kurz nach 8 Uhr blieb ein Zug auf dem Weg von München nach Weilheim bei Wilzhofen - nicht weit vom Weilheimer Bahnhof entfernt - liegen.  "Wegen eines Defektes an der Bremsluft konnte der Zug nicht mehr weiterfahren", teilt ein Bahn-Sprecher auf Anfrage mit. "Gegen 8.45 Uhr konnte der Lokführer den Defekt selbst beheben und die Fahrt fortsetzen. Die Reisenden warteten während der Panne im Zug und fuhren mit 45-minütiger Verspätung weiter."

Durch die Panne auf der eingleisigen Strecke war aber auch der Gegenverkehr betroffen. So fuhr der Regionalexpress 59492 von Garmisch-Partenkirchen nach München zwar pünktlich um 8.12 Uhr in Weilheim ein. Dann hieß es für die Pendler aber: Warten! "Wegen eines liegengebliebenen Zuges zwischen Tutzing und Wilzhofen verzögert sich unsere Weiterfahrt um unbestimmte Zeit", verkündete der Lokführer. Zehn Minuten später ging es dann los. Wer aber den ICE von München-Pasing nach Karlsruhe erwischen wollte (Abfahrt 8.56 Uhr), hatte Pech. Der Anschluss wurde nicht mehr erreicht. Mit 25-minütiger Verspätung fuhr der Regionalexpress schließlich um 9.11 Uhr am Münchner Hauptbahnhof ein.

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Laut Bahn-Sprecher waren von der Zugpanne bei Wilzhofen insgesamt fünf weitere Züge im Berufsverkehr betroffen.  Er betont: "Wir entschuldigen uns bei allen Fahrgästen, die von dieser technischen Panne betroffen waren. Wir weisen aber darauf hin, dass die allermeisten der täglich 200 Züge im gesamten Werdenfels pünktlich fahren.

Grundsätzlich sieht die Bahn deutliche Fortschritte nach dem Chaos, das in der vergangene Woche aufgetreten war. Bereits am Freitag hatte die DB Regio Werdenfels in einer Presemitteilung betont, dass die neue Werdenfelsbahn in puncto Pünktlichkeit auf dem Weg der Besserung sei: "Die Pünktlichkeit, die Anfang der Woche teilweise noch unter 70 Prozent lag, erreichte am Donnerstag knapp die 90-Prozent-Marke." Am Freitag, Samstag und Sonntag sei dieser Wert bei der Werdenfelsbahn nahezu konstant geblieben, betont der Bahn-Sprecher: "An diesen Tagen hatten unsere Züge eine Pünktlichkeit zwischen 85 und 90 Prozent."

Probleme am Montagnachmittag

Am Montagnachmittag gab es wieder Probleme bei der Strecke zwischen Kochel und Tutzing bzw. zwischen Tutzing und München München (ab Tutzing fährt der Zug auf der Strecke GAP-MUC). Betroffen war der RE 59642, der um 13,52 Uhr in Kochel startete

"In Kochel traten wieder Kupplungsprobleme auf", bestätigt ein Bahn-Sprecher auf Anfrage." Dort wird der Zug aus Kochel mit em Zug gekoppelt, der von Garmisch-Partenkirchen nach München fährt. Was abermals nicht klappte. Mit 54 Minuten Verspätung ist der Zug dann in Kochel losgefahren. "Damit die Verspätung sich nicht noch weiter auf der Strecke aufbaut, haben wir den Zug in Pasing enden lassen, wo die Fahrgäste sehr gute Anschlussmöglichkeiten nach München haben", sagt der Bahn-Sprecher. Anschließend wurde der Zug wieder Retour nach Kochel geschickt. Allerdings trat in Tutzing abermals ein (bislang unbekanntes) technisches Problem auf, so dass in Tutzing Endstation war. Mit einem weiteren Zug aus München kamen die Reisenden aber zehn Minuten später nach Kochel.  

"Mittlerweile sind die Verspätungen auf der Strecke behoben", betont der Bahn-Sprecher.

Für den wegen eines Defekts in Penzberg ausgefallenen Regionalexpress wird am Abend von München aus ein alter Regionalzug eingesetzt.

Leserreporter beschwert sich

Leserreporter Dirk Kohlstetter aus Garmisch-Partenkirchen machte bereits am Montagvormittag seinem Unmut über die Bahn Luft: "Wie jeden Tag war die Bahn auch diese Woche unpünktlich. Ich bin seit Einführung des neuen Fahrplans der Werdenfelsbahn nicht einen Tag pünktlich in die Arbeit und nach Hause gekommen. Am Montagvormittag war wieder nur ein Zugteil unterwegs. Um  10.32 Uhr war der Zug ab München in Richtung Garmisch-Partenkirchen völlig überfüllt. Sogar in der ersten Klasse war kein Platz mehr frei. So fährt man sein eigenes Unternehmen an die Wand!"

Haben Sie am Montag in der Werdenfelsbachn auch Probleme im Pendlerverkehr gehabt? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen über das Leserreporter-Formular mit!

fro

Rubriklistenbild: © Schörner

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