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Da geht’s lang: Zwischen dem PKG-Werksgelände (re.) und der ehemaligen BHS-Stahlbauhalle (ganz links) soll der Weg gebaut werden. 

Fußweg wird endlich gebaut

Direktpassage in den Einkaufspark

Peißenberg - Nach jahrelanger Planung ist es soweit: Bald soll mit dem Bau des Fußwegs zwischen „Holzgarten“ und Stadelbachstraße begonnen werden.

Rot eingezeichnet ist der Verlauf des Fußwegs, so wie er in den Einkaufspark  führen soll.

Jetzt wird er also doch noch gebaut. Sechs Jahre nach Eröffnung des Einkaufsparks auf dem ehemaligen Bergwerksgelände will die Peißenberger Kraftwerksgesellschaft (PKG) nun endlich einen direkten Fußweg von der Schongauer Straße in das Handels- und Gewerbegebiet errichten.

Das Projekt wurde bereits ausgeschrieben und das Submissionsverfahren abgewickelt. Die Bauarbeiten sollen im Mai über die Bühne gehen: „Falls es nicht noch irgendwelche Einwände gibt, dann kann der Zeitplan eingehalten werden. So zumindest schaut es momentan aus“, erklärt PKG-Betriebsleiter Matthias Muhs auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Damit könnte ein Dauer-Thema ad acta gelegt werden. Die PKG spielt beim geplanten Wegebau die entscheidende Rolle. Sie war es, die den Bebauungsplan für den Einkaufspark in Auftrag gegeben und sich im begleitenden Erläuterungsbericht dazu verpflichtet hat, „mittelfristig“ einen Fußweg zu bauen. Doch das Projekt zog sich in die Länge. Immer wieder wurden Varianten diskutiert und verworfen. Eine Direktverbindung am Autohaus „Berghofer“ entlang war zum Beispiel nicht möglich, weil der Weg in der Liefer- und Ausstellzone des Baumarkts gemündet hätte. Vor rund zwei Jahren schwenkte man dann auf die aktuelle Route um. Die verläuft ausgehend von der Schongauer Straße über die Stadelbachstraße zwischen dem PKG-Werksgelände und der ehemaligen BHS-Stahlbauhalle in Richtung „Holzgarten“. Um die Verbindung ordentlich auszubauen, benötigt die PKG einen zusätzlichen Flurstreifen vom Nachbargrundstück. Mit dem Grundeigentümer, EVN-Firmenchef Vahdettin Akbas, hat man sich „soweit geeinigt“, wie Muhs berichtet. Die Angelegenheit müsse nur noch formell fixiert werden.

Über die Baukosten der Wegeverbindung will der PKG-Betriebsleiter öffentlich nichts sagen. Die Gemeinde wird sich finanziell aber nicht daran beteiligen: „Das ist komplett Sache der PKG“, erklärt Bauamtsmitarbeiter Thomas Schamper. Für die Rathausverwaltung ist der Wegebau neben der infrastrukturellen Aufwertung noch aus einem anderen Grund von Bedeutung: Bei der Planung des Einkaufsparks wurde ein privater Erschließungsvertrag zwischen der PKG und der Gemeinde ausgehandelt, wonach die Gemeinde später sämtliche Zufahrtswege wie „Holzgarten“ und „An der Grube“ öffentlich widmen lässt und die Straßenlast übernimmt – aber erst nach Erstellung aller Erschließungsstraßen, wozu nach Auffassung der Verwaltung auch der noch nicht realisierte Fußweg gehört. Die Gemeinde hat auf den Zufahrtsstraßen zum Einkaufspark dennoch von Anfang an den Winterdienst übernommen, auch wenn sie aus ihrer Sicht rechtlich dazu noch nicht verpflichtet wäre. Mit dem Wegebau wird man auch das offizielle Widmungsverfahren in Gang setzen: „Wenn das Abnahmeprotokoll vorliegt, können wir das machen“, so Schamper.

Bernhard Jepsen

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