Im Herz einer Antenne: Werner Engelhardt (Projektleiter IOT-Service) vor den Leistungsverstärkern und dem Sendehorn (engl. „Feed“).

DLR-Station: Kontakt ins All wird ausgebaut

Weilheim-Lichtenau - Bei den Mitarbeitern der DLR-Bodenstation „Weilheim“ herrscht Euphorie: Neue Projekte, die sich um Satelliten und Weltraumforschung drehen, werden dort bearbeitet.

Martin Häusler, Leiter der Bodenstation, ist die Freude anzumerken: „Wir sind euphorisch. Für uns bedeutet das eine enorme Zukunftssicherung.“ Die Mitarbeiter sind mit neuen Projekten in Sachen „Satellitentechnik“ betraut. Das hat Auswirkungen: Aktuell „erstellen wir einen Masterplan, wie und wo wir weitere Antennen errichten können“, sagt Häusler. Das muss unter anderem mit dem Landratsamt und der Stadt Weilheim abgestimmt werden. Derzeit wird an zwei neuen Antennen für das EDRS-System gewerkelt. Die Station des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) in der Lichtenau ist also wichtiger denn je.

Ein Überblick über die neuesten Projekte am Standort Weilheim:

IOT-Service: Die Abkürzung IOT steht für „In Orbit Tests“. Mit diesen Tests werden Satelliten, die sich bereits in einer Umlaufbahn befinden, sozusagen gewartet.

EDRS: Der Begriff steht für „Europäisches Daten Relay System“. Über EDRS-Satelliten, die sich in einer Höhe von 36 000 Kilometern über der Erde befinden, sollen tieffliegende Forschungssatelliten (Höhe zwischen 400 und 1000 Kilometer) praktisch dauerhaft erreichbar sein. Vier Empfangsantennen sind dafür notwendig. Zwei werden derzeit in der Lichtenau gebaut. Hinzu kommt eine in Redu (Belgien) und eine in Harwell (Großbritannien).

Mission Sterex: Bei dieser Mission im Juni wurden bei einem „Ariane“-Start Videoaufnahmen von speziellen, an der Rakete befestigten Kameras gemacht. Die Daten aller Kameras wurden während der ersten beiden, nur wenige Minuten dauernden Kontaktphasen von der Weilheimer Station empfangen und ins „Ariane“-Kontrollzentrum nach Kourou übersandt. Eine heikle Aktion, denn weltweit war nur der Standort in der Lichtenau für den Kontakt vorgesehen. Die Mission klappte - wie bei Youtube zu sehen ist (http://www.youtube.com/watch?v=Dj12cOhaDCg).

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Printausgabe von Weilheimer Tagblatt und Penzberger Merkur.

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