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Die Eberfinger Feuerwehrleute führten den Zug an.

Festzug zum runden Geburtstag

140 Jahre Feuerwehr Eberfing: Ein Meer aus blauen Hemden

Mit Gottesdienst und Festzug feierte die Feuerwehr Eberfing ihr 140-jähriges Gründungsjubiläum. 16 Fahnenabordnungen von befreundeten Feuerwehren und zahlreiche Ortsvereine marschierten angeführt vom Eberfinger Trommlerzug durchs Dorf. Auch Gäste aus einem Ort mit ähnlichem Namen waren dabei. 

Eberfing – Schon beim Kirchenzug machten sich rund 500 Teilnehmer von der Sportplatzstraße auf den Weg ins Ortszentrum – wobei nicht alle Feuerwehrler an der Frauenkirche ankamen. Einige machten vorzeitig den Einkehrschwung in den Gasthof „Zur Post“ zum Frühschoppen. Eberfinger Floriansjünger sollen nach den Ermittlungen von Bürgermeister Georg Leis nicht unter den Gottesdienstschwänzern gewesen sein. „Die waren ganz brav“, erklärte der Rathauschef schmunzelnd. Gut, der ein oder andere Uniformträger mit Eberfinger Feuerwehrwehrwappen wurde dann doch in der „Post“ gesichtet, aber in der überfüllten Frauenkirche wäre sowieso kein Platz mehr gewesen.

In der Bauhofhalle wurde das Jubiläum gefeiert.

Dort zelebrierte Pfarrer Martin Weber den Gottesdienst. Er verwies in seiner Predigt auf die christliche Grundregel „Einer trage des anderen Last“. Der Dienst bei der Feuerwehr sei genau in diesem Sinne, ein Zeichen der Nächstenliebe und ein wichtiger Beitrag für die Gemeinschaft. Innere Wurzel für die Hilfsbereitschaft sei der Glaube an Gott. Er animiere zu guten Taten: „Es ist sinnvoll, sich für andere einzusetzen“, betonte Weber.

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Nach dem Gottesdienst ging es im Festzug – inklusive „Post“-Abtrünniger – über die Hauptstraße und den Quellenweg zur festlich geschmückten Bauhofhalle. Dort hatte am Abend zuvor die Schlagerparty mit 500 Besuchern und Rathauschef Leis („was Musik anbelangt, bin ich sehr flexibel“) stattgefunden. Andreas Orterer, Vorstand des Feuerwehrvereins, sprach von einer „superschönen Party“ ohne Zwischenfälle: „Es war genau so, wie wir es uns erhofft haben.“

140 Jahre Feuerwehr Eberfing: Auch Gäste aus Eberfingen

Auch der Festsonntag lief blendend: „Es freut mich narrisch, dass so viele gekommen sind. Es ist wie ein Meer aus blauen Hemden“, konstatierte Orterer beim Blick in die Bauhofhalle, wo sich die Feuerwehrler mit Grillhendl und Kartoffelsalat verköstigen ließen. Sogar aus dem Schwarzwald war eine Feuerwehrabordnung angereist – nämlich aus Eberfingen. Der Kontakt kam über einen „saudummen Zufall“ zustande, wie Orterer berichtete. Die Eberfingener hatten für ihre Jugendfeuerwehr Kappen anfertigen lassen. Bei der Lieferung war das Entsetzen jedoch groß: Statt „Eberfingen“ hatte der Hersteller den Schriftzug „Eberfing“ auf die Kappen drucken lassen. Um selbige doch noch sinnvoll zu verwenden, gingen die Eberfingener im Internet auf Recherche – und fanden die Freiwillige Feuerwehr Eberfing.

Alles in allem war das Feuerwehrjubiläum laut Bürgermeister Leis „ein Fest für ganz Eberfing“. Alle Ortsvereine hätten sich an den Feierlichkeiten beteiligt und Gemeinschaft demonstriert. Der Kommune und dem Gemeinderat sei es enorm wichtig, die örtliche Feuerwehr auf einem technisch modernen Stand zu halten. Leis kündigte in seiner Festrede an, dass bald neue Atemschutzgeräte, neue Helme und ein neues Feuerwehrfahrzeug angeschafft werden sollen. „Auf die nächsten 140 Jahre – auch wenn wir dann nicht mehr verantwortlich sein werden“, so Leis.

Bernhard Jepsen

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