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Alexander Dobrindt mit 91,9 Prozent wiedergewählt

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Der neue Vorstand der Landkreis-CSU mit seinem Vorsitzenden Alexander Dobrindt (2.v.l.).
Der neue Vorstand der Landkreis-CSU mit seinem Vorsitzenden Alexander Dobrindt (2.v.l.). © Schubert

Der CSU-Kreisverband Weilheim-Schongau hat die Zusammensetzung seines Vorstands geändert. Es gibt jetzt einen fünften stellvertretenden Vorsitzenden, der für die Jugend zuständig ist, und eine Digital-Beauftragte. Vorsitzender bleibt der Bundestagsabgeordnete Alexander Dobrindt.

Eberfing – Da es für jeden Posten bereits einen Kandidaten gab, gingen die Vorstandswahlen in der CSU-Kreisversammlung, zu der am Freitag 111 Delegierte in den „Gasthof zur Post“ in Eberfing gekommen waren, schnell über die Bühne. Alexander Dobrindt wurde mit 102 von 111 Stimmen, das entspricht 91,9 Prozent, wiedergewählt. Das bisherige Verfahren, vier Stellvertreter aus den Regionen zu wählen, wurde beibehalten. Für die Region West wurde Hohenfurchs Bürgermeister Guntram Vogelsgesang gewählt, für die Region Peiting der dortige Bürgermeister Peter Ostenrieder, für die Region Mitte Weilheims Stadtrat Klaus Gast und für die Region Ost Michaela Liebhardt (Iffeldorf).

Die Landrätin sitzt im Beirat

Neu ist, dass es einen fünften Stellvertreter gibt, der die Jugend repräsentiert. In diese Funktion wurde der 28-jährige Steingadener Bürgermeister Max Bertl gewählt. Als Schatzmeister wurde Norbert Merk bestätigt, als Schriftführer Michael Deibler. Neu ist, dass es keinen zweiten Schriftführer mehr gibt. Dafür wurde die Funktion des Digital-Beauftragten eingerichtet, in die Bezirksrätin Alexandra Bertl gewählt wurde. In den Beirat wurden gewählt: Andrea Jochner-Weiß, Georg Guggemos, Johann Bertl, Barbara Fischer, Theresa Pfeifer, Monika Engel, Georg Leis, Uta Orawetz, Irma Gundlach, Karl Breu, Martin Pape, Frank Zellner, Alexandar Trifunovic und Uli Schleich. Für die Kassenprüfung sind weiterhin Sonja Rohrmoser und Josef Schüssler zuständig.

Ukraine-Krieg als Thema

Scharfe Kritik übte Dobrindt an Russlands Präsident Wladimir Putin. „Putin hat den Frieden zerstört“, so der Kreisvorsitzende. Er kritisierte auch diejenigen, „die die Nato abschaffen wollten“. Zu der Forderung, „100 Milliarden zusätzlich für die Bundeswehr“ auszugeben, meint er: „Das unterstütze ich.“ Für falsch hält er hingegen die oft verwendete Bezeichnung dieser Summe als Sondervermögen: „Das ist kein Sondervermögen, das sind neue Schulden. Man muss die Dinge richtig benennen.“

Dobrindt von Zuständen in Berlin „schockiert“

Nicht zufrieden ist Dobrindt mit der Begrüßung von Geflüchteten am Berliner Hauptbahnhof, wo er sich selbst ein Bild von der Situation gemacht hat: „Ich war schockiert.“ Am Bahnhof seien die Menschen nicht registriert worden. „Gut durchorganisiert“ sei hingegen das System an der polnischen Grenze zur Ukraine. Dort erfolge die Registrierung der Ankommenden mit einer Software von deutschen IT-Spezialisten.

Atomkraftwerke sollen länger laufen

Dobrindt sieht die Aggression gegen die Ukraine differenziert: „Ich glaube, dass die Menschen in Russland das nicht wollten.“ Putin sei „ein Diktator, der mit einer Verbrecherbande den Frieden zerstört hat“. Um unabhängig von Energie aus Russland zu werden, fordert Dobrindt höhere Investitionen in erneuerbaren Energien. Es müssten mehr Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke gebaut werden. Zudem müssten die vorhandenen Atomkraftwerke länger laufen.

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Die Sicherheitslage in Europa sieht der Landtagsabgeordnete Harald Kühn genauso wie Dobrindt. Man müsse „Putin ernst nehmen“, er habe einen „unmenschlichen Plan“. Landrätin Andrea Jochner-Weiß sieht die Registrierung der Geflüchteten als Problem. Es fehle an technischer Ausstattung. Die Unterbringung der bisher im Landkreis angekommenen rund 900 Personen, meist Frauen und Kinder, habe hingegen dank der Hilfe der Bürger gut funktioniert.

Alfred Schubert

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